Landeskirchliche Gemeinschaft plant Werkstatt für Kinder und Jugendliche

In der Bruchbude neue Talente entdecken

Die Kinder und das Team würden am liebsten sofort mit der Arbeit an der Bruchbude (im Hintergrund) beginnen, hinten v. l.: Gerd Voß, Sven Jirak, Angelika Schmitz und Hannes Kopmann.
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Die Kinder und das Team würden am liebsten sofort mit der Arbeit an der Bruchbude (im Hintergrund) beginnen, hinten v. l.: Gerd Voß, Sven Jirak, Angelika Schmitz und Hannes Kopmann.

Verden - Der alte Carport auf dem Grundstück der Landeskirchlichen Gemeinschaft (LKG) in der Georgstraße soll sich von einer Bruchbude zu einer offenen Werkstatt für Kinder, Jugendliche und ihre Eltern mausern. Die Idee spukte Gerd Voß. Prediger der LKG, schon seit dem Jahre 2005 im Kopf herum.

Geerbtes Werkzeug gab dann den Ausschlag. Voß schlug vor, die „Bruchbude“ komplett umzubauen und winterfest zu machen. Die Idee stieß sofort auf große Begeisterung. „Ich habe einen Haufen Leute gefragt, viele sagten, das ist eine gute Sache, da mache ich mit“, berichtet er. Mittlerweile gehören 15 ehrenamtliche Mitarbeiter zum Startteam der Bruchbude.

„Ein Mix aus Theoretikern und erfahrenen Praktikern, wie Zimmerer und Bauleute“, erklärt Sven Jirak. Er selbst gehört mit Hannes Kopmann zur vier-köpfigen Bauleitung. Zu ihren Aufgaben gehören die Kalkulation und Materialauswahl.

Der Carport soll stabilisiert, versetzt und vergrößert werden. Da Platz für die Lagerung von Material geschaffen werden muss, wird auch noch eine neue Decke eingezogen. Um Kosten zu sparen, soll möglichst viel Material der alten Bruchbude wiederverwendet werden. Rund 50 Quadratmeter groß wird die neue Werkstatt am Ende.

Kinder und Jugendliche von der ersten Klasse bis zum Abitur sollen dann unter fachkundiger Anleitung ihr handwerkliches Geschick erproben und verbessern. Denn, „welches Kind kann heute noch eine Holzkiste bauen oder das eigene Fahrrad reparieren?“, fragt Voß. Das ist aber noch längst nicht alles, auch Tapezieren und Malern, Mauern und Verputzen, Bohren und Dübeln, Arbeit mit Metall und noch einiges mehr sollen die Kids hier lernen.

„Die Kinder haben viele verschiedene Materialien zur Verfügung“, so Jirak. Zum Nachweis ihrer Fähigkeiten können sie zudem „Werkzeugscheine“ erwerben. Die Initiatoren hoffen, so auch versteckte Talente bei den Kindern und Jugendlichen zu entdecken. Vielleicht hilft die Arbeit in der Bruchbude sogar, die Entscheidung für den späteren Beruf zu erleichtern.

Es werden dringend

Spender gesucht

Das Team plant, verschiedene, mehrwöchige Workshops anzubieten, in denen kompetente und in der Jugendarbeit erfahrene Erwachsene, die so genannten „Erklärbären“, ihr Wissen an die Kinder weitergeben. Bevor das alles aber realisiert werden kann, muss erst einmal der Umbau der Bruchbude in Angriff genommen werden. Rund 30 000 Euro haben die Initiatoren für das Projekt veranschlagt. Da die LKG Verden sich als Verein ausschließlich durch Spenden finanziert, ist diese Last allein nicht zu stemmen. Angelika Schmitz ist daher auf der Suche nach Firmen und Privatspendern, die die Bruchbude unterstützen.

Der Lions Club, der Rotary Club und die Volksbank haben ihre Unterstützung bereits zugesagt. Um die Bruchbude Wirklichkeit werden zu lassen werden weitere Spender benötigt. Weitere Infos gibt es bei Gerd Voß, unter Telefon 04231/8893540, oder prediger@lkg-verden.de. · ahk

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