Brandursache noch unklar

Flixbus geht in Flammen auf - Sperrung der A1 Richtung Hamburg aufgehoben

Die A1 musste für die Dauer des Einsatzes in Richtung Hamburg voll gesperrt werden.

Ein Flixbus fing am späten Dienstagabend auf der Autobahn 1 Feuer. Die Busfahrerin bemerkte den Brand und führte alle Fahrgäste ins Freie. Die A1 musste in Richtung Hamburg voll gesperrt werden. 

Landkreis Verden - Auf der Autobahn 1 mitten im Bremer Kreuz hat am späten Dienstagabend ein Fernbus des Unternehmens Flixbus Feuer gefangen. Die Fahrerin konnte ihre 27 Passagiere rechtzeitig aus dem Fahrzeug evakuieren und hinter einer Leitplanke in Sicherheit bringen. Alle Insassen überstanden den Zwischenfall unbeschadet und konnten nach etwa drei Stunden die Fahrt in einem Ersatzbus fortsetzen.

Der Fernbus war auf der Route von Amsterdam nach Hamburg unterwegs, als die Fahrerin gegen 23 Uhr eine rot blinkende Warnleuchte auf dem Armaturenbrett bemerkte. Wie sie es in Schulungen gelernt hatte, steuerte die Frau den Bus an die nächstbeste sichere Stelle auf den Seitenstreifen, um der Ursache auf den Grund zu gehen. 

Diesen sicheren Platz fand sie direkt im Bremer Kreuz unter der Brücke der querenden Autobahn 27. Als das Fahrzeug stand, bemerkten die Passagiere Qualm aus dem Heck aufsteigen. Daraufhin evakuierte die Fahrerin umgehend den Bus.

Fahrgäste helfen sich bei der Evakuierung des Busses gegenseitig

„Alle mussten schnell nach draußen. Trotz des Kuddelmuddels hat die Busfahrerin das gut organisiert und die Passagiere haben sich auch gegenseitig geholfen. Nicht alle haben beispielsweise deutsch gesprochen und ich selbst habe älteren Menschen über die Leitplanke geholfen“, erzählt der Hamburger Carsten Vienenkötter seine Eindrücke von der Evakuierung. 

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Anschließend hat man sich mit Powerbanks für Handys ausgeholfen oder zusammen beim Warten auf die Weiterfahrt Kekse geteilt. Schaden hat lediglich der Schlafsack des Hamburgers genommen: „Durch Löschwasser ist der völlig durchnässt, aber den lasse ich ein paar Tage auf der Wäscheleine trocknen und dann passt das wieder“, so Carsten Vienenkötter.

Die Feuerwehr bekämpfte den Brand mit Schaumrohren. 

Die für den Autobahnabschnitt zuständige Feuerwehr Achim-Uphusen war nach wenigen Minuten vor Ort. Zu diesem Zeitpunkt stand das Heck - in diesem befindet sich der Antrieb - in Vollbrand. Meterhohe Flammen loderten bis unter die Brückendecke. 

Mit zwei Schaumrohren starteten die Einsatzkräfte einen ersten Löschangriff. Dabei behinderte der starke Qualm die Sicht auf den Brandherd. Arbeiten war für die Feuerwehrleute nur unter schwerem Atemschutz möglich. Wertvolle Hilfe leistete eine Wärmebildkamera. Mit dieser konnten Glutnester schnell gefunden werden.

Flixbus-Brand: Niemand wurde durch das Feuer verletzt

Während die Feuerwehrleute die Flammen bekämpften, sorgte sich Feuerwehr-Einsatzleiter René Wahrenberg um die Passagiere des Busses. Der Uphuser Ortsbrandmeister ließ die Fahrerin sicherheitshalber die Personen noch einmal durchzählen. 

Eine Rettungswagenbesatzung stand für mögliche Notfälle bereit, musste aber nicht eingreifen. Alle 27 Passagiere - darunter Reisende aus mehreren Nationen - hatten den Zwischenfall gut verkraftet und es sich auf einer Wiese im Bremer Kreuz so gut es ging gemütlich gemacht.

Sperrung der Autobahn 1 Richtung Hamburg

Für die Löscharbeiten musste die Fahrbahn in Richtung Hamburg voll gesperrt werden. Der Verkehr konnte über die Autobahn 27 abgeleitet werden. Über die Anschlussstellen Achim-Nord und Oyten gelangten die Fahrzeuge wieder relativ schnell auf die Strecke zurück in Richtung Hamburg. Gegen fünf Uhr gaben die Beamten die Autobahn wieder vollständig frei. Flixbus kündigte an, den Brand in Zusammenarbeit mit den Behörden zu untersuchen.

Feuerwehrleute sicherten das Gepäck der Reisenden aus den Gepäckfächern des Fahrzeugs. Viele Koffer und Taschen waren mit Löschschaum verunreinigt. Mit einer Kübelspritze wurden die Gepäckstücke von der Feuerwehr gereinigt und den Passagieren ausgehändigt.

Die gestrandeten Gäste konnten drei Stunden später ihre Reise mit einem Ersatzbus fortsetzen. 

Für die gestrandeten Passagiere wurde von Flixbus ein Ersatzfahrzeug organisiert. Dieser wartete auf der nächsten Rastanlage. Dorthin wurden die Reisenden von der Feuerwehr in vier kleinen Bussen und Fahrzeugen der Jugendfeuerwehr gebracht. Dabei unterstützten Achimer Feuerwehrleute die Uphuser Einsatzkräfte. Nach etwa drei Stunden konnten die Flixbus-Reisenden ihre Fahrt fortsetzen.

Busfahrerin hat sich vorbildlich verhalten

„Die Busfahrerin hat sich vorbildlich verhalten“, lobt Einsatzleiter René Wahrenberg abschließend die zügige Evakuierung des Busses.

Da der Bus unter einer Brücke gebrannt hatte, begutachtete ein Fachmann das Bauwerk und gab kurz darauf grünes Licht. Es seien keine gravierenden Schäden erkennbar.

Brandursache noch unklar

Die Brandursache ist noch unklar. Da der Bus aufwendig abgeschleppt und die Fahrbahn gereinigt werden musste, kam es die ganze Nacht über zu einer Teilsperrung im Bremer Kreuz.

Erst am Dienstag stand ein Lkw auf der A1 nach einem Auffahrunfall in Flammen.

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