Für Industrie und Gewerbe ist die Weserstadt ein begehrter Standort

Boysen und Zeppelin sind Achims Prunkstücke

Martin Balkausky, Fachbereichsleiter Wirtschaft und Stadtplanung. ·
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Martin Balkausky, Fachbereichsleiter Wirtschaft und Stadtplanung. ·

Achim - Mit der Nähe zu Bremen, Bremerhaven und Wilhelmshaven sowie Anschlüssen an die Autobahnen 1 und 27 hat Achim glänzende wirtschaftliche Voraussetzungen. Die gesunde Wirtschaftsstruktur und gute Beschäftigungslage werden jetzt durch weitere Gewerbegebiete und Firmenansiedlungen noch verbessert.

Bereits im vergangenen Jahr war mit der Ansiedlung des Automobilzulieferers Boysen neben dem schon lange hier ansässigen Automobilzulieferer Dräxlmaier der Stadt ein Coup gelungen. 40 Millionen Euro investiert das Unternehmen hier und plant bis nächstes Jahr 120 Arbeitsplätze.

Aber auch der noch lange nicht beendete Ausbau des Weltunternehmens Zeppelin nahe des Autobahnanschlusses Achim Ost gehört zur Erfolgsbilanz der Stadt.

Acht Hektar Gewerbefläche konnten verkauft werden, berichtet der Fachbereichsleiter für Wirtschaft und Stadtplanung Martin Balkausky.

Schon lange unter Dach und Fach ist der Verkauf einer Fläche im Gewerbegebiet Achim-Ost an den Rewe-Konzern, der hier eine nordddeutsche Logistikzentrale für seine Penny-Kette mit zahlreichen Arbeitsplätzen schaffen wollte, doch die Pläne liegen seit Jahren noch in der Schublade des Lebensmittelkonzerns. Der Grundstückspreis ist längst gezahlt. Auch die Erschließung dieses Gewerbegebietes ist abgeschlossen, zu der die Europäische Union 2,198 Millionen Euro beigesteuert hat.

Noch einmal 2,3 Millionen Euro aus Brüssel wird es geben für die Erschließung des Gewerbegebietes Uesener Feld, die für dieses Jahr vorgesehen ist. Dort, wo man früher von Hassel-Ost sprach und der frühere Bau- und Planungsdezernent Dr. Pantel traumhafte Pläne einer Gartenstadt für Wohnen und Gewerbe hatte, sollen 16,5 Hektar Gewerbefläche, davon 11,5 Hektar Industriefläche entstehen. 39 Kaufverträge für 103 Flurstücke sind bereits abgewickelt worden.

Voraussetzung für das neue Gewerbegebiet ist das neue Straßen-Kleeblatt, der neue Kreisel mit Zufahrtsstraßen zum alten Gewerbepark Uesen und dem neuen Ueser Feld.

In ganz anderen Dimensionen bewegt sich das riesige potenzielle Achimer Gewerbegebiet am Bremer Kreuz. Ein 125 Hektar großes Gebiet, das in dieser Form niemand in der Region bieten kann, wie 1. Stadtrat Wolfgang Ritzenhoff feststellt. Es hakt aber schon seit Jahren an dem dafür nötigen neuen Autobahnanschluss Achim-West an der A 27, einer neuen Brücke über die Autobahn 1 und neuen Verbindungsstraße zwischen Autobahnauffahrt und Landestraße 158. Seit Jahren wartet man auf den so genannten Gesehen-Vermerk, des Bundesverkehrsministeriums, der bedeutet, dass das Projekt mit geschätzten 100 Millionen Euro in das Bundesprogramm aufgenommen wird.

Ohne potente private Partner wird Achim dieses ehrgeizige Projekt ohnehin nicht „stemmen“ können, sind sich Ritzenhoff und Balkausky sicher.

Abseits solcher Großprojekte versucht die Stadt, der Wirtschaft in Uphusen und auch in Bierden durch kleinere Aktionen zu helfen in Form einer besseren Breitbandanbindung und Information über den Förderdschungel zwischen Bund, Niedersachsen und Bremen. · mb

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