Diskussion über neue Windkraftwerke

Bollener Gebiet soll Bremen ergänzen

Zu den Mahndorfer Windrädern sollen fünf auf Bremer und vier auf Achimer Gebiet hinzukommen.

Achim - BOLLEN/UPHUSEN (mb) · Der Bollener Ortsausschuss diskutierte auch über neue Windkraftanlagen in Bollen als Ergänzung zu den vorhandenen in Bremen-Mahndorf, und Bürgermeister Uwe Kellner ging tief in die Historie.

Er erinnerte sich, dass Achim einst einmal Bollen als Windkraft-Standort vorgesehen hatte, was aber am Einspruch Bremens gescheitert war, das gemeint hatte, Windräder verschandelten hier die Landschaft.

Als die Bremer das wenige Jahre später nicht davon abhielt wenige hundert Meter weiter auf ihrem Gebiet Windkraftwerke zu planen, hatte der Nachbar Achim die Retourkutsche gefahren und dagegen eingewandt, sie verschandelten die Landschaft.

▪ Keine gute

▪ Nachbarschaft

Bremen wischte jedoch die Achimer Bedenken vom Tisch, und seitdem stehen die Windräder auf Mahndorfer Gelände.

Fünf weitere Windräder sollen dort auf Bremer Areal in einer zweiten südlichen Reihe dazu kommen, und die Verdener Kreisverwaltung hält es für sinnvoll, sie durch weitere vier auf dem angrenzenden Bollener Gelände westlich der Kreisstraße 1 zu ergänzen. Bis zu 180 Meter hoch könnten die „Windmühlen“ sein.

41 Bollener Hektar würden so für Wind genutzt. Würde die gesamte so genannte Potenzialfläche auch östlich der Kreisstraße im südlichen Bereich bis Hilgenberg und Clüverswerder genutzt, dienten 117 Hektar der Windkraft. Doch das ist derzeit nicht beabsichtigt, wie Heiner Heitzhausen von der Achimer Stadtverwaltung informierte.

Lars Gagelmann (WGA) verstand die ganze Entwicklung nicht. Erst habe man gemeinsam das Vorrücken des Gewerbeparkes Hansalinie an die Bollener Ortsgrenze und Bremer Windkraftwerke abgewehrt, nun bekämen Bollen und Uphusen die verschiedensten Belastungen. Gagelmann zitierte auch aus einem Schreiben des Ratsvorsitzenden und Uphuser Ortsausschuss vorsitzenden Hans-Jürgen Wächter, der sich ähnlich kritisch geäußert hatte.

Ulrich Rehlich (CDU) wunderte sich, dass nach der Festlegung der Achimer Windkraftstandorte Borstel und Embsen Anfang dieses Jahrtausends nun wieder Bollen ins Gespräch komme. Er forderte, dass Windkraftwerke mindestens 1000 und nicht nur 700 Meter vom nächsten Wohnhaus entfernt sein müssten und dass zwischen den verschiedenen Standorten fünf statt drei Kilometer Abstand sein müssten. Fritz-Heiner Hepke (SPD) gab zu bedenken, wenn man die Kriterien so ändere, dann müssten angesichts der vorgeschriebenen Energieausbeute an den vorhandenen Standorten umso mehr Windräder sich drehen.

Am 21. Mai will der Kreistag über das neue Windkraft-Konzept entscheiden.

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