Erste Hilfe bei Kreiswettbewerben des Jugendrotkreuzes in Achim-Clüverswerder

Blut bringt „Kaffee-Klatsch“ nicht aus der Fassung

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Antonia, Marcel und Tabea von der „Kaffe-Klatsch-Gang“ beruhigen Claus Brink, der in dieser Übung den Verletzten spielt.

Clüverswerder - Von Lisa Duncan. Claus Brink läuft mit Schmerz verzerrtem Gesicht im Treppenhaus umher. Blut rinnt aus seiner Nase. „Der hat mich mit dem Ellbogen voll erwischt“, wiederholt er gebetsmühlenartig.

Tabea, Antonia und Marcel kümmern sich um den Verletzten. Dabei handelt es sich zum Glück nicht um einen echten Notfall, sondern eine Aufgabe, die die Jugendrotkreuzler bei den Kreiswettbewerben im Freizeitheim Achim-Clüverswerder lösen sollen.

Etwa 80 Kinder und Jugendliche beteiligten sich am Sonnabend an den Kreiswettbewerben, die in diesem Jahr unter dem Motto standen „1,2,3,4 – 150 Jahre hier! 5,6,7,8 – Henry Dunant der hat‘s gemacht!“. Thematisch ging es unter dem Slogan „Klimahelfer – änder‘ was, bevor das Klima es tut“ um Klimaschutz.

Erste Hilfe war nur eine von vielen Stationen, die die Kinder zu bewältigen hatten. Daneben standen soziale Aufgaben, Sport und Teamgeist sowie Aufgaben aus dem musisch-künstlerischen Bereich auf dem Programm. Für letzteres mussten sich die Teilnehmer einen eigenen DRK-Werbespot ausdenken und in Bildern darstellen.

Auf die verletzte Person reagieren die Mitglieder des Fachbereichs Wasserwacht „Kaffee-Klatsch-Gang“ routiniert. „Hallo, setz dich erstmal hin“, sagt der elfjährige Marcel. Die anderen beiden holen ein Dreieckstuch aus dem Verbandskasten, Tabea legt dem Mann den angefeuchteten Stoff in den Nacken. Sie finden heraus, dass er sich beim Streit um einen Ball verletzt hat. Dass das Blut so täuschend echt aus seiner Nase rinnt, hat Claus Brink Mitgliedern des DRK-Fachbereichs Notfalldarstellung zu verdanken.

Die Bewertung im Wettbewerb fiel für die JRK-ler positiv aus. Einziger Kritikpunkt: „Wir hatten erst vergessen, ihm eine Decke unterzulegen“, sagt Marcel. Erste Hilfe gefiel Antonia am Sonnabend am besten: „Das ist eben spannend“, so die Zwölfjährige. Der „Kaffee-Klatsch-Gang“ brachte es den zweiten Platz in ihrer Altersstufe ein.

„Die Wettbewerbe sollen den Jugendlichen die Möglichkeit bieten, Impulse für die JRK-Arbeit zu erhalten, Kontakte zu anderen Gruppen aufzunehmen, sowie Kenntnisse und Fähigkeiten zu vergleichen“, erklärt JRK-Kreisleiter André Hasch. Als „Investition in die Zukunft“ sieht Werner Jahn, Vorsitzender des DRK-Kreisverbandes die Zusammenkunft: „Jedes Jugend-Mitglied ist ein aktives Mitglied von morgen.“ Im Landkreis Verden gibt es 478 Jugendrotkreuzler, etwa 200 davon im Achimer Raum, die Wasserwacht nicht mitgezählt, informiert André Hasch.

„Das Jugendrotkreuz bedankt sich bei der Stadt Achim und sowie bei Privatpersonen und der Feuerwehr Bierden für die freundliche Unterstützung (bereitstellen von Räumen und Plätzen) sowie der Jugendfreizeitstätte Clüverswerder“, betont JRK-Kreisleiter Hasch.

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