Rücklagen federn kleines Defizit ab

Blender mit großem Finanzpolster

Blender - (sp) · „Blender steht in der Samtgemeinde am besten da.“ Diese Worte von Gemeindedirektor Gerd Schröder hörten die Mitglieder des Gemeinderates auf ihrer Sitzung am Dienstagabend im Gasthaus „Zur Blender Mühle“ gerne.

Hauptgrund für diesen positiven Vergleich war die Tatsache, dass Gerd Schröder im Rahmen der Haushaltsberatungen 2010 einen Rücklagenbestand von 950 000 Euro (Stand 31.12.) vermelden konnte. Zudem ist die Gemeinde schuldenfrei, braucht keine Kredite aufzunehmen und auch die Steuern müssen nicht erhöht werden.

n480 000 Euro

nPersonalkosten

Mitverantwortlich für diese vergleichsweise guten Eckdaten ist ein Überschuss im Haushalt 2009. Durch Steuer-Mehreinnahmen, beispielsweise bei der Gewerbesteuer, sowie Einsparungen und erhöhtes Gebührenaufkommen konnte 2009 ein Plus von rund 60 000 Euro verbucht werden.

Das beeinflusst natürlich auch den Haushalt 2010 positiv, auch wenn dieser, aufgrund prognostizierter rückläufiger Steuereinnahmen, eine Deckungslücke von rund 170 000 aufweist.

Insgesamt umfasst der Etat im maßgeblichen Ergebnishaushalt ein Volumen von rund 1,94 Mio Euro. Dazu kommen Investitionen in Höhe von rund 400 000 Euro.

Auf der Einnahmenseite fallen besonders die Steuern mit rund 1,4 Mio Euro, Gebühren (beispielsweise Kindergarten) mit rund 65 000 Euro, Konzessionsabgaben der Energieversorger (92  000 Euro) und Zuweisungen der Samtgemeinde (121 000 Euro) ins Gewicht.

Die Ausgabenseite wird bestimmt durch Abgaben an die Samtgemeinde (542 000 Euro), den Landkreis (690 000 Euro) und das Land (71 000 Euro). Dazu kommen Personalkosten in Höhe von 480 000 Euro (es wurde ein zweiter Gemeindearbeiter eingestellt) sowie bauliche Unterhaltungen an öffentlichen Einrichtungen (87 000 Euro). Abschreibungen belasten den Haushalt mit 113 000 Euro. 70 000 Euro fließen an den Mühlenverein als Zuschuss für den Bau eines Sanitärtraktes an der Mühle, der Bauhof benötigt 40 000 Euro für die Anschaffung verschiedener Klein- und Großgeräte. Die Umstellung der Straßenbeleuchtung wurde mit 14 000 Euro veranschlagt. Nur der Form halber, da dieses Vorhaben wahrscheinlich kurzfristig nicht realisierbar sein wird, stehen 250 000 Euro Euro für die Entschlammung des Blender Sees bereit.

CDU-Fraktionschef Fritz Suhr in seiner Bewertung: „Ich hoffe, dass wir das angekündigte leichte Defizit bei der Endabrechnung doch noch ausgleichen können. Unsere Investitionen sind auf jeden Fall sinnvoll und notwendig.“ Frank Oetting (SPD) stimmte zu: „Der Haushalt ist stimmig“, mahnte aber: „Wir dürfen nicht mit dem Geld herumasen.“ Da auch Volker Gefeke (WGB) das Zahlenwerk für in Ordnung befand, stand einer einstimmigen Verabschiedung des Haushaltes 2010 nichts im Wege.

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