Neubau-Pläne: Negative Folgen für Getreide-Anbau?

Biogas: CDU für Leitlinie

Kirchlinteln - · Die CDU-Fraktion Kirchlinteln besichtigt am morgigen Donnerstag, 1. April, um 19 Uhr, die Biogas-Anlage des Kirchlintelner Land- und Energiewirtes Joachim Köhler.

Auf Grund des geplanten Neubaus mehrerer neuer Biogas-Anlagen will die CDU keine schnellen Einzelfall-Entscheidungen, sondern baldmöglichst eine grundsätzliche Leitlinie, die bei den Entscheidungen über neue, genehmigungspflichtige Biogas-Anlagen mit mehr 500 Kilowatt Leistung Anwendung finden soll.

Bei der Besichtigung wird der zweite stellvertretende Bürgermeister Joachim Köhler die Funktionsweise der Anlage erklären, über die umweltfreundliche Produktion von Strom und die Einspeisung in das öffentliche Stromnetz informieren sowie über die Verwendung der Wärme zum Beheizen der gemeindeeigenen Gebäude rund um das Rathaus erläutern.

In der Februar-Sitzung hatten sich die CDU-Ratsmitglieder von vier Landwirten aus Lehringen, Neddenaverbergen, Luttum und Stemmen über deren Pläne zur Errichtung einer neuen Biogas-Anlage in Armsen nahe der Pflanzenproduktion „Der Grashoff“ am Speckener Weg informieren lassen. Inzwischen sehen sich die CDU-Ratsmitglieder mit weiteren Plänen zur Erweiterung und zum Neubau von

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Biogas-Anlagen konfrontiert, darunter auch eine neue Biogas-Anlage in Otersen.

„Wir benötigen deshalb eine Kirchlintelner Leitlinie, in der Eckpunkte und Ziele für den Entscheidungsprozess festgeschrieben werden“, betonte Ratsherr Wolfgang Ritz aus Sehlingen als Vorsitzender des Planungs-, Bau- und Umweltausschusses. „Von Bedeutung sind dabei unter anderem die An- und Abfahrtswege, die Länge der Transportwege, die Belastung der Bevölkerung in den betroffenen Ortschaften, der Ausbau der Zufahrtswege auf Kosten der Investoren, die Auswirkungen auf Fruchtfolgen und Kulturlandschaft sowie die Verwendung der Wärme und die Folgen für die konventionelle Landwirtschaft“, schreibt Fraktionsvorsitzender Günter Lühning in einer Pressemitteilung.

„Sorge bereitet die große Anzahl von Biogas-Anlagen in unserer Nachbarschaft in den Landkreises Rotenburg und Soltau-Fallingbostel, die den Mais zur Fütterung der Biogas-Anlagen über weitere Wegstrecken bis nach Soltau fahren“, so Lühning.

„Das hat auch Auswirkungen auf die Höhe der Pachtpreise und negative Folgen für konventionelle Landwirte, die zum Beispiel Brot- und Futter-Getreide anbauen“, schreibt die CDU. Allein im Landkreis Soltau-Fallingbostel seien inzwischen 50 Biogas-Anlagen in Betrieb und acht weitere Anlagen bereits genehmigt. Das Thema Biogas soll daher am Donnerstag intensiv beraten werden.

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