Ein Sport, den Mensch und Tier gemeinsam lernen können / Seminar in Verden

Bewegungsfreudige Hunde sind begeistert bei der Sache

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Die Zunge hängt, doch dem Briard gefällt‘s.

Verden - Von Wiebke Bruns - Nicht nur die Zweibeiner, auch die Vierbeiner haben sichtlich viel Spaß an einem Zughundesportseminar im Hotel „Niedersachsenhof“ und später im angrenzenden Stadtwald.

Eine Gruppe von Hundefreunden aus Verden hatte im Vorfeld die Initiative ergriffen und ein Einsteigerseminar mit Trainern der Duisburger Zughundesportschule „Teach ’n’ Pull“ gebucht. Jetzt war es endlich soweit.

„Es ist ein Sport, der alle lauffreudigen Hunde begeistert“, erklärt Sabine Krieger, die mit ihrer Kollegin Gabi Dietze nach Verden gekommen ist. Allerdings sollten die Hunde eine Schulterhöhe von mindestens 50 Zentimetern aufweisen, nicht weniger als 20 Kilo wiegen und mindestens zwölf bis 14 Monate alt sein. „Mit schweren Hunden sollte man erst später beginnen“, so Krieger.

Zwölf Hundehalter hatten am Tag zuvor wichtige Informationen im theoretischen Teil erfahren, bevor es für sie und ihre zehn Hunde im Wald zu ersten Probefahrten kommt – der von Organisatorin Karen Diederzen lang ersehnte Praxisteil ist nun dran, und bei allen klappen auf wundersame Weise die ersten Fahrversuche schon gleich ausgesprochen gut.

Die Teilnehmer können die verschiedenen, aus Duisburg mitgebrachten, Gefährte ausprobieren. Beispielsweise ein Sacco-Dog-Cart. Dabei handelt es sich um ein vierrädriges Gefährt, in dem sich der Mensch sitzend von ein oder zwei Hunden ziehen lassen kann. Für allgemeine Begeisterung sorgt bei so manchem Teilnehmer aber auch ein Trike. „Bei beiden sollte der ziehende Hund jedoch über 25 Kilo wiegen“, erklärt die Trainerin.

Während eine Kursteilnehmerin mit ihrem Briard schon längst nicht mehr zusehen ist, startet das nächste Mensch-Hund-Team mit einem Fahrrad. Geeignet ist grundsätzlich jedes geländegängige Rad, allerdings sollte man einen speziellen Abstandhalter für die Leine verwenden. Das gleiche gilt für einen Roller, der auch viele der angehenden Zughundesportler begeistert.

Doch was ist das richtige Gefährt? „Der Mensch sollte sich sicher darauf fühlen“, betont Krieger. „Stabile Fahrzeuge mit sehr guten Bremsen sind das A und O beim Zughundesport und als Mensch sollte man immer Helm und Handschuhe tragen.“ Und genauso wichtig sei ein perfekt sitzendes Geschirr für den Hund. „Es muss wie eine zweite Haut sein und sich auch so anfühlen. Sonst kann es beim Tier zu Schulterproblemen kommen oder der Hund zieht gar nicht erst, weil es ihm die Nieren abdrückt.“ Bedenken sollte der Hundehalter auch immer, dass es kein Sommersport ist. Nur bis maximal 15 Grad sollte ein verantwortungsbewusstes Frauchen oder Herrchen diesen betreiben.

Im Wald geht es erst einmal ums Karree, auf 600 Meter schätzt ein Teilnehmer die Länge der ausgewählten Strecke. Am Start- und Zielpunkt werden Hund und Mensch mit Spannung erwartet. Einige Hunde zeigen so viel Lauffreude, dass sie von Frauchen oder Herrchen geradezu gebremst werden müssen.

Organisatorin Karen Diederzen ist rundum begeistert. „Es macht so viel Spaß“, schwärmt sie, als sie am Ziel ist. Die anderen schließen sich an. Deshalb wird gleich ein weiterer Kurs organisiert. Am 14. und 15. September werden dann wieder umfangreiche Informationen angeboten und dürfen die verschiedenen Gefährte ausprobiert werden.

Wer mehr Informationen zum Seminar wünscht oder sich bereits anmelden möchte, kann sich an die Verdener Organisatorin unter der E-Mail-Adresse karen.diederzen@t-online.de wenden oder schaut unter http://www.zughundeschule.de im Internet nach.

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