Jugend denkt Zukunft: Vorstellung der Projektergebnisse

Betriebskita und Firmen-Altenheim

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Gar nicht „sprachlos“ begleitete die Projektzeitung den Messebesuch im Jahr 2030. ·

Verden - Wenn es nach den Erwartungen der 26 Auszubildenden geht, die beim Innovationsspiel „Jugend denkt Zukunft“ mitgemacht haben, müssen sich die Unternehmen in kommenden Jahrzehnten ordentlich nach der Decke strecken. Gesellschaftliche Rahmenbedingungen wie der demographische Wandel und Werte wie ökologisches Bewusstsein lassen in den Firmen ganz andere Strukturen entstehen. Zumindest in den Modell-Unternehmen, die das lebendige Völkchen gestern als Ergebnis ihrer Spielwoche im Kreishaus vorstellte.

„Noch nie sind die Altersgruppen so weit von einander entfernt gewesen wie heute“, sah Landrat Peter Bohlmann bei der Begrüßung im Kreishaus gute Gründe dafür, den jungen Leuten zuzuhören. Mittlerweile ist es das vierte Mal, dass die Geschäftführerin des Überbetrieblichen Verbundes (ÜBV), Ulrike Helberg-Manke, die Präsentation der Projektergebnisse ankündigen konnte. Mit der Fachkräfteoffensive des Landkreises war der Zusammenschluss von Firmen Gastgeber des Innovationsspiels.

Moderatorin Andrea Posanu von der Kommunikations- und Strategieberatung IFOK GmbH hatte sich ein weiteres Mal mit Jugendlichen aus dem Landkreis auf eine einwöchige Reise in die Zukunft macht. Und Mitglieder-Firmen im ÜBV sind es meist auch, die ihren Azubis die Teilnahme an der Brainstorming-Woche ermöglichen.

Die Jugendlichen nahmen ihre Zuhörer – überwiegend Vertreter der 14 Betriebe und Verwaltungen, in denen sie ausgebildet werden – mit auf eine Zukunftsmesse im Jahr 2030. Und die lief fast wie im richtigen Leben ab. Die Firmen Future Bikes, Car Star und Trend Home hatten ihre Stellwände aufgebaut und die Redaktion der Projektzeitung „Sprachlos“ begleitete das Messegeschehen, unter anderem mit kritischen Nachfragen. Zum Abschluss wurde ein Preis überreicht: Die „Stiftung Arbeitsplatz“, die sich gute Arbeitsbedingungen auf die Fahnen geschrieben hat, zeichnete die nach dem Stiftungszweck beste Firma aus.

Der Preis zeigte, wo bei den jungen Zukunftsdenkern die Unterschiede zwischen Erwartung und Hoffnung liegen. Denn dass die Unternehmen ihre Fahrräder, Elektroautos und Naturhäuser nachhaltig und zum Wohl der Umwelt produzieren und intern den Werten ihrer Zielgruppe folgen, hatten sie als Standard zu Grunde gelegt. Die Zufriedenheit der Mitarbeiter setzten sie vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels hoch an. So hoch, dass sie neben Sport in der Arbeitszeit, Rückkehrprämien nach der Elternzeit und dem Betriebskindergarten auch das angeschlossene Seniorenheim vorgesehen hatten. Beim Bewerbungsgespräch, das die Azubis inszenierten, mag dem einen oder anderen Personalverantwortlichen im Publikum etwas mulmig geworden sein. Da bewarb sich das Management mit dem Ausbildungsplatz beim Schulabgänger.

Bei aller Mitarbeiter- und Familienfreundlichkeit gingen die Erwartungen der Teilnehmer aber nicht so weit, dass sie sich in die perfekte Arbeitswelt träumten. Vor allem bei der Gleichstellung von Mann und Frau und der individuellen Arbeitszeitgestaltung waren für die Stiftung Arbeitsplatz noch Wünsche offen. · kle

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