Rückzug vom Rückzug nach hohen Investitionen des neuen Hauseigentümers

Die Awo betreibt weiter das Seniorenzentrum

+
Geschäftsführerin Angela Willamowius (li.) und Heimleiterin Bärbel Pauer: „Ein guter Tag für Achim“.

Achim - Von Manfred BrodtÜberraschende Wende beim Achimer Seniorenzentrum an der Leipziger Straße. Nachdem die Arbeiterwohlfahrt das Haus schon im Juli verkauft hatte und ein anderer Betreiber für das Altenheim gefunden werden sollte, wird jetzt doch die Arbeiterwohlfahrt das Haus langfristig weiterführen. Diese Nachricht löste gestern bei Bewohnern, Angehörigen und dem Personal großen Jubel aus.

Nachdem die Arbeiterwohlfahrt Bezirk Hannover die Immobilie bereits vor Monaten an die Luehrsen Investment GmbH in Bremen verkauft hatte, der neue Eigentümer mit einem anderen potenziellen Betreiber verhandelte und ihm weit entgegenkam, wurde das Haus für die Awo-Wohnen&Pflegen plötzlich wieder interessant, wie deren Geschäftsführerin Angela Willamowius gestern der Presse berichtete.

Sie war überrascht vom großen Entgegenkommen des Bremer Hauseigentümers, schaltete sich in die Verhandlungen ein und auch die Herren der Luehrsen Investment GmbH arbeiteten auch lieber mit dem bewährten Betreiber Awo weiter.

Die Verhandlungen waren von Erfolg gekrönt. Ausschlaggebend für die Awo-Gesellschaft war und ist, dass der Hauseigentümer sich zu umfangreichen Modernisierungsmaßnahmen bis Mitte nächsten Jahres in Höhe von einer Million Euro bereit erklärt hat. So sollen das Foyer und der Speisesaal modernisiert, Fassaden gedämmt und umfangreicher Brandschutz verwirklicht werden. Nicht zuletzt soll der in die Jahre gekommene und seit einiger Zeit nicht mehr genutzte Anbau an der Magdeburger Straße saniert und umgebaut werden, so dass die Arbeiterwohlfahrt über ihr bisheriges stationäres Angebot hinaus neue Formen und ambulante Dienste anbieten kann. Gedacht ist an Tagespflege, teil-stationäre Aufenthalte und Wohngemeinschaften.

Die Mitarbeiterinnen werden bis Jahresende Konzepte für das Haus der Zukunft entwickeln. Da der Arbeiterwohlfahrt, die in den letzten Jahren das Haus schon mit 5,5 Millionen Euro modernisiert und saniert hatte, diese kommenden Investitionen und der Unterhaltungsaufwand abgenommen werden, wird sie sich nicht als Betreiber zurückziehen.

Ihr neuer Pachtvertrag läuft über 20 Jahre. Die 70 Beschäftigten behalten ihre Arbeitsplätze und Tarifgehälter.

Und die wegen der Unsicherheiten um das Haus zuletzt nur zu zwei Drittel belegten Heimplätze sollen schon bald wieder zu 90 Prozent genutzt werden, sind Geschäftsführerin Angela Willamowius und die Einrichtungsleiterinnen Bärbel Pauer und Karin Spielvogel zuversichtlich.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Frankreichs Regierung verteidigt Rentenpläne

Frankreichs Regierung verteidigt Rentenpläne

Richtungskampf beim SPD-Parteitag

Richtungskampf beim SPD-Parteitag

Was bringt Ridepooling wirklich?

Was bringt Ridepooling wirklich?

Streiks in Frankreich gehen in neue Runde

Streiks in Frankreich gehen in neue Runde

Meistgelesene Artikel

Ex-Neonazi-Treffpunkt Heisenhof wechselt Besitzer - Zukunft des Anwesens offen

Ex-Neonazi-Treffpunkt Heisenhof wechselt Besitzer - Zukunft des Anwesens offen

Netflix zu Nikolaus: Firma Bungalski baut zwei Glasfasertrassen

Netflix zu Nikolaus: Firma Bungalski baut zwei Glasfasertrassen

Mann fährt Rettungswagen hinterher – und bleibt auf Kreisel stecken

Mann fährt Rettungswagen hinterher – und bleibt auf Kreisel stecken

UVP-Pflicht für Gas-Bohrungen

UVP-Pflicht für Gas-Bohrungen

Kommentare