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Beteiligung wie in Vor-Corona-Zeiten: Beste Stimmung bei Frühjahrsjagd des Verdener-Schleppjagd-Reitvereins

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Von: Harald Röttjer

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Ein Pferd mit Reiter auf dem Rücken springt über einen Baumstamm.
Naturnahe Hindernisse gab es reichlich. © Röttjer

„Es war wieder eine tolle Reitjagd mit einer Beteiligung wie in der Zeit vor Corona“, freute sich Karl Wallis aus Bremen, der mit Jörg Schultz aus Verden-Neumühlen zur Frühjahrsjagd des Verdener-Schleppjagd-Reitvereins eingeladen hatte. Bei nahezu idealer Witterung mit Temperaturen von knapp unter 10 Grad starteten mehr als 60 Reiter, unter ihnen sogar ein Teilnehmer aus den Niederlanden, an der Niedersachsenhalle zur Jagd durch den Stadtwald.

Verden – Zuerst überquerte das Feld der Jagdreiter die viel befahrene Lindhooper Straße, und im gemütlichem Tempo erreichte das Jagdfeld den eigentlichen Startort im Stadtwald. Hier formierten sich die Reiter zu drei Feldern, die der Niedersachsenmeute folgten. An erster Stelle sammelten sich die Reiter, die sich alle Sprünge zutrauten, hinter dem Jagdherrn Karl Wallis. Wer es vorsichtiger angehen wollte, ritt im zweiten Feld des Jagdherrn Jörg Schultz mit und übersprang deutlich weniger Hindernisse. Juliane von Behr ritt an der Spitze des nicht springenden Feldes, hier ritten auch zahlreiche Jugendliche mit, die Erfahrungen sammelten.

Fünf Schleppen und 28 Hindernisse auf einer acht Kilometer langen Strecke

Die Anisspur auf den fünf Schleppen der acht Kilometer langen Jagdstrecke mit 28 Hindernissen, die der Jahreszeit entsprechend angepasst wurden, legten zwei ortskundige Reiter. Dieser Anisspur folgten die Foxhounds der Niedersachsenmeute und kurze Zeit später die drei Felder der Jagdreiter. Vom Vereinsheim des VSJRV ging es durch den Stadtwald bis in die Nähe der Bahnsrecke Hannover-Bremen, mit einer kurzen Pause in der Nähe der Verdener Dünen.

In einer längeren Karawane von Fahrzeugen folgten etliche Zuschauer den Feldern zu markanten Punkten im Stadtwald und beobachteten interessiert das Jagdgeschehen. Nach etwa zwei Stunden trafen die Reiter auf der Reitanlage nahe der Stubbendorff-Halle zum Halali ein. Hier endete die Jagd mit Jagdhornsignalen der Gruppe „bien Aller“, die auch zu Beginn beim Stelldichein zu hören war. Verteilt wurden hier die Eichenbrüche, die Hunde erhielten das verdiente „Curee“ (Pansen). Anschließend wurden die Pferde versorgt und die Jagdgesellschaft fand sich zur Kaffeetafel im Niedersachsenhof ein.

Veranstaltung fand erstmals 1967 statt

In ihrer Jagdkritik lobte Irmgard Sievers aus Dörpen die sorgfältige Organisation und hob auch die Arbeit der Hunde hervor. Wallis erläuterte, dass dies die 55. Reitjagd des VSJRV gewesen sei, 1967 habe es zum Beginn der Städte-Partnerschaft mit Saumur diese Veranstaltung erstmals gegeben. Schließlich dankte er auch im Namen seines Co-Jagdherrn Jörg Schultz den vielen Helfern sowie den Grundstückseigentümern für deren Verständnis.  

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