Mit Liubovi Covalenco und Nadejda Suhovici zwei Frauen aus Hirtenheim zu Gast

Besonders neugieriger Besuch

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Vor dem Bremer Roland (v.l.): Robert Weiß, Nadejda Suhovici, Monika Weiß und Liubovi Covalenco.

Verden - Robert Weiß hat nie in Bessarabien gelebt. Aber es ist ein festes Band, das der Verdener zur Heimat seiner Mutter geknüpft hat. Mehrfach war Weiß bereits im heutigem Moldawien zu Besuch.

Und jetzt empfingen er und Gattin Monika in Walle mit Liubovi Covalenco und Nadejda Suhovici zwei Frauen aus Hirtenheim, dem Dorf, in dem seine Mutter einst zu Hause war.

„Viele Eindrücke und glückliche Momente“, fassten die beiden Dorflehrerinnen, wie sie sich selber nennen, ihren Aufenthalt zusammen. Es sei wirklich „ein richtiger Urlaub“ gewesen, versicherten sie angesichts des Programms, das das Ehepaar Weiß für sie zusammengestellt hatte.

Das führte Liubovi Covalenco und Nadejda Suhovici nicht nur nach Bremen, Bremerhaven und Cuxhaven. Neben Stippvisiten im Verdener Dom, in der Niedersachsenhalle und bei der Masterrind hatten die Gastgeber auch einige „Arbeitsbesuche“ vorbereitet. Und so schauten sich die Lehrerinnen in der Grundschule und der Kindertagesstätte Walle sowie in der Nicolaischule um.

„Freundliche und aufmerksame Schüler“, lobten die beiden Besucherinnen die Kinder in Walle. Und auch von der Nicolaischule zeigten sich die moldawischen Lehrerinnen sehr beeindruckt. „Wir waren begeistert, weil den Schülern viele Anschauungsmaterialien und didaktische Mittel zur Verfügung stehen“, berichteten Liubovi Covalenco und Nadejda Suhovici.

Das Dorf Hirtenheim, das die Frauen und ihre Waller Gastgeber verbindet, wurde einst von deutschen Familien gegründet. 1940, während des Zweiten Weltkrieges, mussten sie ihr Zuhause verlassen. Nachfahren dieser Hirtenheimer erhielten jetzt Besuch von den beiden Lehrerinnen.

Unter anderem sprachen sie mit Berta Mattfeld aus Stade, die sogar noch in Hirtenheim geboren wurde. Ihr Elternhaus, so erfuhr sie nun von dem Besuch aus Moldawien, stehe noch immer. „Jetzt wohnt dort unsere Schuldirektorin.“

In Hannover schließlich besuchten die Gäste eine Ausstellung über „Deutsche Siedlungen in Bessarabien“. Diese, erklärten die Frauen, habe ihnen „eine Tür zur Geschichte unseres Heimatdorfes“ geöffnet.

Bücher, Infoblätter und Fotos, die Liubovi Covalenco und Nadejda Suhovici aus Deutschland mit nach Hause nahmen, sollen nun Eingang finden ins Museum ihrer Schule, damit auch die Kinder im heutigen Ciobanovca mehr über die Geschichte ihres Ortes erfahren können. „Und wenn wir jemandem auf dem Weg begegnen, werden wir gefragt, ob wir wirklich in Deutschland waren, wie dort die Menschen leben und so weiter“, beenden die Lehrerinnen ihren Bericht. „Wir erzählen natürlich und die Einwohner hören uns aufmerksam und erstaunt zu.“

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