Kunstpfad im Wäldchen von Eckstever eröffnet / Kreative Darstellungen aus Naturmaterialien an und unter Bäumen

„Es bedarf des langsamen Schrittes...“

„Schutz-Wächter“ ist ein Objekt von Susanne Stuwe-Thiel benannt, dessen hölzerne Augen in alle Richtungen blicken.

Oyten - ECKSTEVER (kr) · Das kleine Wäldchen am Rande von Eckstever diente bisher lediglich den Kindern, denen hier ein bescheidener Spielplatz eingerichtet war. Seit dem Wochenende finden hier zwar immer noch die Kinder ihr freizeitliches Vergnügen, aber das bis dato unzugängliche Umfeld des Spielplatzes ist jetzt der Kunst gewidmet. Unter Federführung von Susanne Stuwe-Thiel gestalteten rund 15 regionale Künstler/innen das dichte Dornengestrüpp in einen verschlungenen Kunstpfad um – mit kreativen Darstellungen aus Naturmaterialien.

Begleitet von starkem Publikumsinteresse eröffnete Helmut Prossner, Ratsvorsitzender des Fleckens Ottersberg, in Anwesenheit von Helmut Johannsen, beratendes Mitglied im Kulturausschuss der Gemeinde, den Kunstpfad, dessen Exponate in den vergangenen Wochen zum Thema „Wächter“ entstanden. „Pfade und Wege sind Verbindungen zwischen Menschen, deren Werken und der Natur. Es bedarf des langsamen Schrittes, des Überlegens und des genauen Hinsehens, um den Zugang zu diesem Kunstforum zu finden“, sagte Prossner.

Ein Wegesystem lädt ein, durch den Wald zu streifen und auf künstlerische Entdeckungsreise zu gehen. Alle anderen Kunstwerke überragend, präsentiert Susanne Stuwe-Thiel die „Schutz-Wächter“, eine Installation am Stamm einer enthaupteten Eiche, die eigentlich schon gefällt werden sollte. In luftiger Höhe sind Augenpaare aus Holz montiert, die in verschiedene Richtungen blicken und das ganze Gelände im Visier haben. Die Quelkhorner Künstlerin Ina Mahlstedt hat in einem abgelegenen Teil des Areals Stelen platziert und ins Grün integriert. „Schnelle Botin“ benannt, schreibt Ina Mahlstedt ihrem Objekt mystische Fähigkeiten zu. Das Künstlerpaar Gamal Hardy und Ursula Rohde aus dem Sinai, derzeit auf Deutschlandurlaub, macht mit verschiedenen Objekten Furore. Gamal Hardy nutzte den Stamm einer aufgegebenen Eiche, um eine Frauenfigur herauszuarbeiten, der ein Löwe mit üppiger Mähne zu Füßen liegt.

Emely und Milena, zehn und elf Jahre alte Ecksteveranerinnen mit künstlerischen Ambitionen, betätigten sich ebenfalls bildhauerisch. Mit Klöpfel und Stecheisen schlugen sie eine Indianerfigur in einen Baumstamm und stellten diesem Objekt ein installiertes Lagerfeuer gegenüber, das sie aus selbst gesammelten Ästen vor ihrem Kunstwerk platzierten.

Figuren aus gefundenem Material sind unter Bäumen platziert, Flächen im Waldboden zu Quadraten abgesteckt und von Laub befreit, Hölzer in gleichförmige Stücke geschnitten und zu Ornamenten geformt, kleine bleiche Seen umrandend. Fahnen mit unterschiedlichen Motiven flattern zwischen den Bäumen im Wind.

„Wir wollen sehen, wieweit wir diesen Kunstpfad erhalten können. Da alles überwiegend aus Materialien des Waldes geschaffen wurde, ist die Haltbarkeit natürlich begrenzt. Ich sehe aber, dass der Kunstpfad sowohl bei den Künstlern als auch bei den Bürgern Eckstevers und den Besucher sehr gut ankommt. Das ist für alle ein Grund, die Grundidee dieses Projektes immer wieder zu erneuern und Eckstever damit einen neuen Mittelpunkt zu geben“, erklärte Susanne Stuwe-Thiel als Initiatorin, bevor die offizielle Eröffnung und Begehung des Kunstpfades mit einem kleinen Dorffest in Clausens Scheune fortgeführt wurde.

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