Neuer Diakon in St. Paulus hat Arbeit im Familiengarten Oyten aufgenommen

Becker will Brücken bauen

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Hendrik Becker (46) ist der neue Diakon von St. Paulus im Familiengarten Oyten.

Oyten - Von Petra Holthusen. Brücken verbinden verschiedene Lebenswelten, ermöglichen Austausch und damit gegenseitige Bereicherung und Unterstützung. Solche Brücken zu bauen, ist für Hendrik Becker (46) Sinn und Ziel seiner Arbeit als katholischer Diakon.

Als Sozialdiakon, wie er selbst präzisiert. Ausgangspunkt für seinen Brückenbau ist seit Anfang des Monats das katholische Gemeindezentrum St. Paulus im Familiengarten Oyten.

Nach achtmonatiger Vakanz ist die Stelle des Diakons im Familiengarten wieder besetzt – hat Hendrik Becker die Nachfolge von Dr. Markus Schneider angetreten, der zum 1. Dezember nach zwölf Jahren in Oyten vom Bistum in das Bischöfliche Generalvikariat nach Hildesheim versetzt worden war.

Genau da kommt Hendrik Becker gerade her. Seit 1999 war er im Bistum von Cuxhaven bis Hannoversch Münden für die Jugendarbeit und -bildung zuständig, betreute die Ministranten und organisierte Rom-Wallfahrten.

Die Ausbildung und spätere Weihe zum katholischen Diakon, der soziale und pastorale Aufgaben in der Kirche wahrnimmt, steuerte Becker über Umwege an. Ins Berufsleben gestartet war der gebürtige Hamelner als Bankkaufmann, bevor er umsattelte und in Bethel und Münster evangelische Theologie studierte. Auch seine Jugend war mit aktivem Engagement evangelisch geprägt, wenngleich er auch bei den katholischen Pfadfindern zu Hause war. Später wechselte er die Konfession. „Das kann man nicht in drei Sätzen erklären. Da gab es viele lose Fäden, die sich mit der Zeit zu einem sicheren Strang verbanden“, sagt Becker.

Auch seine Frau Christiane ist katholische Theologin. Die überregional tätige Pastoralreferentin erhielt jetzt eine halbe Stelle für die kirchliche Bildungsarbeit im Dekanat Verden, nachdem sie lange Jahre Leiterin der katholischen Hochschulgemeinde in Clausthal-Zellerfeld war. Gemeinsam starteten die Beckers also am 1. August einen beruflichen Neubeginn.

Bereits im Juli waren sie mit ihrem fast 14-jährigen Sohn aus Holle im Hildesheimer Land nach Oyten in die Diakonwohnung im Gemeindezentrum St. Paulus umgezogen. Und „wir fühlen uns sehr willkommen“, hat die Familie in den ersten Wochen festgestellt. Der Sohn hat sich am Achimer Cato Bontjes van Beek-Gymnasium gut eingelebt, „und den Oyter See haben wir während der heißen Wochen schon sehr schätzen gelernt“, so Becker.

Intensiv befindet sich der Diakon in der Kennenlern- und Orientierungsphase, hat Termine mit evangelischen Gemeindevertretern im Ort, will sich im Hinblick aufs Martinsfest bei den Selbstständigen vorstellen und in die Lokale AG Jugendarbeit einklinken – erste Brücken bauen eben.

Als hauptberuflicher Diakon ist Becker jetzt das erste Mal in der Gemeindearbeit tätig. Auf der priesterlichen Ebene mit Gottesdiensten, Trauungen, Taufen und Beerdigungen unterstützt er Pfarrer Guido Busche von der Achimer Muttergemeinde St. Matthias, zu der St. Paulus Oyten gehört. Vor allem aber versteht sich Becker als Sozialdiakon, „der nicht vor der Gemeinde steht oder mittendrin, sondern der rausgeht zu den Menschen am Rand der Kirche und am Rand der Gesellschaft“. Sein besonderes Augenmerk will er auf junge Familien und alte Menschen richten. Für seine Brückenbau-Projekte aus der Gemeinde in alle Lebensbereiche hinein findet er in Oyten „tolle Voraussetzungen“, nämlich den vor zehn Jahren als Pilotprojekt gestarteten Familiengarten, der die St.-Paulus-Kirche, ihre gleichnamige Kindertagesstätte samt Hort und den katholischen Wohlfahrtsverband Caritas unter einem Dach vereint. Ein Dreiklang, den der Diakon schätzt: „Man kann hier an viele gut laufende Dinge anknüpfen, aber es gibt auch noch Entwicklungspotenzial.“ In der Kirche wirkt Becker sakramental, in der Kita ist er mit Kindern und Erzieherinnen über Lebensfragen im Gespräch und mit den Kollegen der Caritas hofft er neue karitative Projekte zu initiieren, „die in die Region wirken“.

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