Alter Sportplatz wird Wohngebiet / Gestern erster Spatenstich / Enteignungsangst

Bauten „wie aus einem Guss“

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Schwungvoll bewältigten Bauleiter Jan-Peter Riese von der Firma Gerken aus Rotenburg, Oytens Bürgermeister Manfred Cordes und Rolf Diercks, Geschäftsführer des Büros „Planungsgruppe Nord“ (von links) den ersten Spatenstich zum neuen Baugebiet „Alter Sportplatz“. Auch Landschaftsarchitekt Frank-Dieter Stucken (rechts) freut sich über den Erschließungsstart.

Oyten - Wo mitten im Ort einst Pferde grasten, wo gelaufen und gegen den Ball getreten wurde – dort wurde gestern Abend endgültig der Weg freigegeben für bis zu 94 Baugrundstücke des neuen Oytener Wohngebiets „Am Alten Sportplatz“.

906 000 Euro wird die komplette Erschließung der großen Grünfläche im Winkel zwischen Jahnstraße und Deepen Bund kosten.

Nach dem traditionellen ersten Spatenstich von Bürgermeister Manfred Cordes und führenden Vertretern der zuständigen Planungsbüros und der ausführenden Baufirma Ernst Gerken aus Rotenburg steht dem Beginn der Arbeiten nun nichts mehr im Wege .

Neben dem inneren Erschließungsring werden unter anderem 415 Meter Schmutzwasserkanal und ein rund 110 Meter langer Regenwasserkanal geschaffen. Im Kern des Baugebiets ist eine Naturfläche samt kleinem Gewässer angedacht. 21 600 Quadratmeter stehen netto als Baulandfläche zur Verfügung.

Direkt hat das Gebiet mit der großen Oytener Ortskernsanierung nichts zu tun. Es sei trotzdem wichtig, dass es sich gut an neu beplante Bereiche etwa hinter der Sparkasse anpasse. Das betonte Bürgermeister Cordes gestern vor Ort in einer kleinen Ansprache vor einem ansehnlichen Publikum aus Lokalpolitiker/innen und anderen Bürgern.

Daher sei dieses Wohnbaugebiet im Vergleich zu anderen in der Gemeinde so konzipiert, dass es optisch „wie aus einem Guss“ wirke. Drei Investoren stünden schon bereit, um die voll erschlossenen gemeindeeigenen Flächen zu übernehmen und zu entwickeln.

Mit dem Verkaufserlös werden andere größere Infrastrukturvorhaben in der Gemeinde zum Teil rückwirkend mit finanziert – vor allem natürlich das Sechs-Millionen-Projekt neue Sportanlage an der Stader Straße. Drei neue Sportplätze und eine Halle entstanden dort.

Cordes hob hervor, dass bei den Vorplanungen des Baugebiets „Alter Sportplatz“ von Anfang an betroffene Bürgerinnen und Bürger mehr als üblich mit einbezogen worden seien. Wegen der geäußerten Bedenken sei das ursprüngliche Konzept in mehreren Punkten zu Gunsten benachbarter Anwohner neu gefasst worden.

Außer dass die Baugebietszuwegung auf der Deepen- Bund-Seite verlegt wurde, sei doch fast gar nichts geändert worden, empörte sich hingegen Norbert Terek von der benachbarten Bachstraße.

Nach wie vor würden vielmehr durch die neuen riesigen Pultdachhäuser Bachstraßen-Grundstücke „in den Schatten gestellt, und durch den Wertverlust dieser Grundstücke werden wir praktisch enteignet“, sieht Terek voraus.

Der Bürgermeister und andere anwesende Ratspolitiker fanden hingegen, es sei Anwohner-Bedenken genügend Rechnung getragen worden. Anderseits sei schon klar, dass es immer Proteste geben werde, wenn Neubauten den weiten Ausblick ins Grüne einschränken. · la

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