Riesenandrang bei der Badener „Weihnachtsstube“ / Erlös für guten Zweck

Basteln beschert Freude

In der „Weihnachtsstube“ konnten die Kinder unter anderem Seidentücher selbst bemalen: Die achtjährige Sarah (rechts) setzt den Pinsel ein letztes Mal an. Mutter Jessica Schote schaut zu und „assistiert“. ·
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In der „Weihnachtsstube“ konnten die Kinder unter anderem Seidentücher selbst bemalen: Die achtjährige Sarah (rechts) setzt den Pinsel ein letztes Mal an. Mutter Jessica Schote schaut zu und „assistiert“. ·

Achim - Glitzernde Perlensterne, bunte Seidenschals oder, ganz traditionell, aus Holz gesägte Engel – selber Machen lautete die Devise bei der „Weihnachtsstube“ der Kirchengemeinde Baden. Auch in diesem Jahr platzten die Räume des Gemeindehauses aus allen Nähten: Etwa 100 Besucher zählten die ehrenamtlichen Mitarbeiter täglich. Das Angebot war offenbar wie geschaffen, um Kindern, Eltern und Großeltern eine kleine vorweihnachtliche Freude zu bescheren.

Seit mehr als 30 Jahren gibt es die „Weihnachtsstube“. „Und es ist immer gut besucht“, weiß Erika Paradies, ehrenamtliche Mitarbeiterin der ersten Stunde. „Es ist einfach schön, in der Vorweihnachtszeit etwas für Groß und Klein auf die Beine zu stellen. Die Eltern können ihre Kinder zum Basteln ‚abgeben‘ und sich unterhalten. Und die Kinder machen was“, begründet Paradies ihr Engagement.

„Ich war schon als Kind hier und jetzt bringe ich meine eigenen Kinder mit“, freut sich eine 32-jährige Mutter aus Baden. Tochter Janne (2) zeigt stolz eine Kerze, die sie mit Wachsplättchen in Form von Sternen und Rentieren beklebt hat. „Die ist für Oma.“ Ihre fünf Jahre ältere Schwester Safi dreht an der „Schal-Kurbelmaschine“.

In insgesamt fünf Räumen gab es im Badener Gemeindehaus von Dienstag bis Freitag Bastelangebote zum Taschengeldpreis. Mit den etwa 40 ehrenamtlichen Helfern fand sich an jedem Bastelstand mindestens ein erwachsener Ansprechpartner. Zum Beispiel Yvonne Wesemann, die im Laufe der Woche schon assistierte hatte, etwa 100 „Lichtkugeln“ herzustellen. Dazu wird eine große Plexiglas-Kugel mit bunter Strohseide beklebt und mittels Lichterkette erhellt.

In der zweiten Etage setzt die achtjährige Sarah die letzten Pinselstriche an ihren selbst bemalten Seidenschal. Ein Geschenk? „Ich glaub‘, den behalt ich.“ In Begleitung von Mutter Jessica Schote hat sie außerdem schon eine Filztasche und einen Schal gefertigt.

Zum Anziehungspunkt für die Jungs wurde der Stand mit den Laubsäge-Arbeiten. Dort ließ sich der siebenjährige Lasse von Werner Vast erklären, wie man eine Engelform aussägt. Gut angenommen wurde auch das Basteln von „Perlensternen“. Dabei dienen Drahtgestelle als Gerüst für die glitzernden Perlen. Auch Tannengrün für Adventsge stecke war reichlich vorhanden.

In einem weiteren Raum konnte man Artikel aus dem Eine-Welt-Laden und Selbstgemachtes von Badener Frauen (von der Ringelsocke bis zur Lampion-Lichterkette) kaufen. Zur Stärkung stand wieder eine Kaffeetafel mit selbst gebackenem Kuchen bereit. „Das ist jedes Jahr der Renner – und bringt gute Einnahmen“, erzählte Erika Paradies.

Laut Pastor Martin Behr liegen die Einnahmen der Weihnachtsstube meist bei rund 2 000 Euro. „Der Erlös geht zur Hälfte an die Kirchengemeinde Baden. Die andere Hälfte wird guten Zwecken gespendet, diesmal für bedürftige Kinder in der Partnergemeinde Ethembeni in Südafrika und aus aktuellem Anlass an ein SOS-Kinderdorf auf den Philippinen“, so Pastor Behr.

Den Abschluss der Weihnachtsstube bildet übrigens ein Familiengottesdienst, bei dem eine Band der Kirchengemeinde spielt. „Machet die Türen auf“ lautet am Sonntag um 10 Uhr das adventliche Thema. · ldu

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