Ausstellung über Migrationsarbeit in der Stadtbibliothek

„Ball-Arbeit“ nicht nur für Fußballfans

Verden - (nie) n Diese Ausstellung in der Verdener Stadtbibliothek wird ein Erfolg. Zumindest die Rahmenbedingungen scheinen dafür zu sprechen: Die Rede ist von der Wanderausstellung „BallArbeit“ des Berliner Vereins Flutlicht, die sich bis zum 16. September mit dem Thema „Fußball und Migration“ beschäftigt.

Organisator ist der Niedersächsische Fußballverband, Kreis Verden (NFV Kreis Verden), der die Präsentation in Kooperation mit vielen in der Migrationsarbeit tätigen Vereinen und Institutionen realisiert hat. „Wir wollten Arbeitskräfte, und es kamen Menschen“, lautet ein bekanntes Zitat des Schriftstellers Max Frisch, das in fetten Buchstaben im Eingang der Ausstellung zu lesen ist.

Der Sport, und hier insbesondere der Fußballsport, so der NFV-Kreisvorsitzende Horst Lemmermann bei der Ausstellungseröffnung mit Schirmherr Bürgermeister Lutz Brockmann und vielen Gästen am Donnerstagabend, übernehme oft die Rolle eines Vermittlers, eines Botschafters zwischen unterschiedlichen kulturellen Gruppen. Vielmals gelinge dabei die Integration, aber nicht selten sei der ehrenamtlich organisierte Sport mit dieser vielfältigen Aufgabenstellung überfordert.

„Ball-Arbeit“ ist demnach auch für Nicht-Fußballfans hochinteressant. Auf 23 Tafeln erhält der Besucher viele Informationen über historische Hintergründe, aktuelle Entwicklungen, Daten und Fakten. Darunter wird zum Beispiel die Frage beantwortet, was Integration heißt. Der Ausstellung geht es dabei auch um die historische Verbreitung des Fußballsports auf dem europäischen Kontinent: Vereine wie der FC Barcelona, Inter Mailand, Celtic Glasgow oder AEK Athen haben Einwanderer-Hintergründe. Auch brachte die Globalisierung bis heute eine immer größere Wanderung von Profispielern. „Ball-Arbeit“ schaut aber nicht nur auf gut verdienende Stars, sondern erzählt auch von jungen afrikanischen Fußballern, die teils unter ausbeuterischen Umständen ihr Glück in Europa versuchen.

Die Ausstellung möchte demnach den Betrachter zum Nachdenken über die Gesellschaft und über deren Umgang mit den „Fremden“, über Chancen und über Hindernisse von Integration einladen.

„Ball-Arbeit“ versteht sich aber nicht nur als Ausstellung, sondern auch als antirassistische Kampagne von WABE, dem Weser-Aller-Bündnis: Engagiert für Demokratie und Zivilcourage. Deswegen bieten die Veranstalter Führungen für Schulklassen, Fußballteams, Jugendzentrumsgruppen und interessierte Leute an, wenn es darum gehen soll, mit den Teilnehmenden Erfahrungen auszutauschen und einen Blick über den eigenen Tellerrand zu werfen.

Im Namen seiner Kooperationspartner hofft der NFV Kreis Verden und damit seine Funktionäre auf viele Ausstellungsbesucher, die sich unter der Rufnummer 04231/676222 oder per mail an info@wabe-info.de für eine Führung durch die Schau in der Stadtbibliothek anmelden können.

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