Bürgerbeteiligung: Nächste Station für den Neubau des Feuerwehrhauses

B-Plan mit Notrufnummer

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Der Entwurf des Architekturbüros: Das neue Gebäude der Schwerpunktfeuerwehr soll direkt an der Lindhooper Straße stehen.

Verden - Von Ronald Klee. Ein Zufall kann es nicht sein: Der Bebauungsplanentwurf für die Fläche, auf der das neue Feuerwehrhaus der Schwerpunktfeuerwehr Verden entstehen soll, trägt ausgerechnet die Notrufnummer 112. Bis Ende 2016 soll das mit 4,8 Millionen Euro veranschlagte Großprojekt verwirklicht werden.

Die Anpassung der Bauleitplanung der Stadt ist mittlerweile so weit gediehen, dass jetzt erstmals auch die Verdener Bürger am Verfahren beteiligt wurden.

Genau ein Jahr ist es her, dass die Jury des Architektenwettbewerbs sich für den Vorschlag des Berliner Büros von Ey entschieden hat. Mittlerweile sei auch die Entwurfsplanung so weit fortgeschritten, dass im Spätsommer die Ausschreibungen rausgehen können, erwartet Georg Rolink, der Leiter der Gebäudewirtschaft der Stadt.

Der preisgekrönte Entwurf sieht eine Halle vor, die elf Fahrzeuge der Feuerwehr aufnehmen kann. Daran schließt sich ein dreigeschossiger Trakt, in dem Büros, Umkleiden, Gruppen-, Schulungs- und Sanitärräume untergebracht sind. Anders als bisher, wird das neue Gebäude nicht mehr im hinteren Teil des Geländes stehen, sondern direkt an der Lindhooper Straße.

„Beginn wird nicht vor 2015 sein“, versprach Rolink den Anwohnern noch eine Frist, bis die Baumaschinen anrücken. Sie hatten die Gelegenheit genutzt, sich im „alten“ Feuerwehrhaus von den Mitarbeitern der Stadt um Norbert Schaffeld über das informieren zu lassen, was da auf sie zukommt. Neben einigen Bürgern in Feuerwehruniform und Ratsmitgliedern sollten sie aber die einzigen im Saal bleiben.

„Diese Bürgerbeteiligung ist ein fester Teil des Änderungsverfahrens für den Bebauungsplan“, erklärte Stadtplanerin Britta Böhling den Grund für die Einladung der Stadt. Einschneidende Veränderungen wird der Bebauungsplan indes nicht bringen; auch nicht für die Anwohner. Im Wesentlichen geht es um die Bereinigung der Bauleitplanung in diesem Bereich. In früheren Zeiten waren die Flächen kleinteiliger und wurden unterschiedlicher mit Vorgaben belegt.

Die bisherige Gemeindebedarfsfläche soll deshalb nicht nur um die zwei Grundstücke an der Lindhooper Straße erweitert werden, auf denen der Neubau und 58 Parkplätze für die Einsatzkräfte untergebracht werden. „Auch zwei Grundstücke, die an das Areal angrenzen, werden einbezogen“, erklärte Böhling. Deren B-Pläne seien so alt, dass sie bei Neubauten städtebaulich unerwünschte Entwicklungen ermöglichen würden. Befürchten müssten die Anwohner aber nichts, da weder an den Wegerechten noch an Zuwegungen Änderungen geplant seien. Zudem habe ein Gutachten ergeben, dass die Grundstücke mit Schallschutzwänden geschützt werden müssten.

Der Zeitplan der Stadt sieht jetzt vor, dass der Rat die Satzung für den Bebauungsplan im Herbst beschließen soll. Dazu müssen zunächst die Fachausschüsse darüber beraten. Die Ergebnisse fließen in einen überarbeiteten Entwurf ein, zu dem die Bürger und betroffene Behörden erneut Stellung nehmen können. „Das wird im April oder Mai sein“, erwartet Böhling.

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