AWK: Finanzen und Verlustausgleich

Hoffnung auf Ja für das Bettenhaus

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Die Häuser der AWK sind gut ausgelastet: Auch die Notfall-Ambulanz in Verden (von links): Bettina Drinkmann, Ilona Frey, Ärztlicher Direktor Dr. Peter Ahrens und AWK-Geschäftsführerin Marianne Baehr.

Landkreis - Ganz so gradlinig führt der Weg nicht in Richtung schwarze Null, wie es sich AWK-Geschäftsführerin Marianne Baehr gedacht hat. „Aber der Trend stimmt“, bleibt Aufsichtsratsvorsitzender Peter Bohlmann optimistisch. Dennoch wird der Kreistag bei den anstehenden Beratungen für den Haushalt 2016 erneut über einen Verlustausgleich in Höhe von drei Millionen Euro für die Klinik reden. Die Mittel könnten aber auch ins neue Bettenhaus für Verden fließen, hofft der Landrat.

Der lang gehegte Wunsch für das AWK-Haus in Verden scheint seiner Verwirklichung näher zu kommen. Entscheidend sei eine Sondersitzung des Krankenhausplanungsausschusses am 1. Oktober in Hannover. Bereits Anfang Juli habe das Gremium das grundsätzliche Ja zur baufachlichen Prüfung des 22-Millionen-Projekts beschlossen, aber noch einiges als Grundlage für seine Entscheidung nachgefordert. Die gewünschte medizinische und bauliche Entwicklungsplanung mit dem Sozialministerium habe die Kreisverwaltung mittlerweile geliefert, und so hofft Bohlmann jetzt auf ein positive Entscheidung.

Unterdessen hat die Aller-Weser-Klinik einen noch ausstehenden Kapitalnachschuss für dieses Jahr beantragt. Bereits im Februar war ein erster Abschlag von 1,5 Millionen Euro ausgezahlt worden. Drei weitere Millionen Euro hatte der Kreistag mit dem Haushalt 2015 beschlossen, und die hätte Marianne Baehr gern bis November, weil dann Jahressonderzahlungen für die Mitarbeiter fällig würden. Mit der Auszahlung sei die Liquidität der Klinik bis weit ins kommende Jahr sichergestellt, schreibt die Geschäftsführerin.

Die Sanierung der Krankenhaus-Finanzen, so urteilt Bohlmann, verlaufe durchaus positiv. Der Kapitalnachschuss für 2015 war deshalb noch so hoch ausgefallen, weil da Alt-Verluste ausgeglichen werden mussten. In diesem Jahr zeichne sich aber eine Verbesserung gegenüber dem Jahr zuvor von 1,2 Millionen Euro ab. „Die beiden Häuser sind sehr gut ausgelastet“, erklärte Bohlmann.

Nicht optimale

Gebäuderstruktur

Ganz nach dem Liquiditäts-Sicherungsplan von Marianne Baehr verringere sich das AWK-Defizit nicht, sagte Bohlmann auf Nachfrage. Da hätten sich gesetzgeberische und andere Einflüsse negativ ausgewirkt: „Ein schwieriges Geschäft.“ Ein weiterer Faktor sei die „suboptimale Gebäudestruktur“ in Verden, die Bohlmann allein mit einer halben bis einer Million Euro ansetzt.

Entlastung könnte das neue Bettenhaus bringen. Der genannte Kapitalausgleich von drei Millionen für die AWK aus der Kreiskasse könnte in das Projekt fließen, wenn Grünes Licht aus Hannover kommt. „Als kommunaler Anteil an der Finanzierung“, erklärte Bohlmann. Um das Projekt voranzutreiben, hatte der Landkreis angeboten, die Landesfördermittel vorzufinanzieren.

kle

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