Erstes Etelser Schlossgartenfest: Andrang vor allem gestern unbeschreiblich / Von antikem Leinen bis zu neuer Biermarke

120 Aussteller, Musik und der Hauch von Eleganz

Etelsen - Harm Beckröge und Christian Nehrke hatten nicht zuviel versprochen – das erste Etelser Schlossgartenfest war ein Erlebnis für die ganze Familie. Bereits am Sonnabendnachmittag bummelten zahlreiche Besucher über das riesige Gelände: Familie Beckröge hatte Hof und Scheune geöffnet.

„Wir haben 120 Aussteller gewonnen“, freute sich Nehrke. Von denen war mehr als die Hälfte bereits beim Schlossparkvergnügen dabei, doch auch neue Gesichter waren zu entdecken. Von der Besucherresonanz waren Beckröge und Nehrke ebenfalls angetan: „Für einen Sonnabendnachmittag ist es sehr gut.“

Am Sonntag wurde das Fest zur wahren Großveranstaltung mit einem Ansturm, wie ihn Etelsen lange nicht sah. Obendrein stimmte das Wetter: Heftige Regengüsse blieben aus.

„Bauernhof für die ganze Familie, Schaugarten und Kunsthandwerk“, beschrieb Beckröge das Fest. Eine Mischung, die ankam. Genau das Flair war es, das verweilen ließ: exquisites Kunsthandwerk und leckere Speisen, dargeboten in bäuerlichem Ambiente, Musik auf der Bühne und dem Gelände – sowie Gelegenheit zur Fahrt mit der historischen Postkutsche. Die Aussteller hatten ihre Kunstwerke in strahlend weißen Pagoden ausgebreitet. Blühende Pflanzen und Deko für den Garten gab es unter freiem Himmel. Über allem wehte ein Hauch von Eleganz.

Das gefiel auch Renate und Kirsten Othersen, die bis vor kurzem das Schloßlädchen in Etelsen betrieben. „Jetzt haben wir Zeit, um auf Märkte in der Region zu gehen. Das macht uns großen Spaß“, erzählte Renate Othersen und strahlte. Duftende Seife, romantische Dekoartikel – meist mit Rosen verziert –, Schmuck, Schals und Hüte hatten die Etelserinnen mit dabei. Und farbenfrohe Kleider modernen Schnitts.

Passend zum ländlichen Ambiente: Gabriele Raabs Stand. Antikes Leinen gab es dort, 50 bis 200 Jahre alt, so die Berlinerin. Hand- und Geschirrtücher, Leinenhemden, Kissen, Nachthemden, Mangeltücher zum Schutz der Wäsche – alles im Landhausstil. Seit fünf Jahren ist die gelernte Schneiderin Raabs auf Kunsthandwerkermärkten anzutreffen.

Horst Wendt stand am Eingang der Scheune und bot Monschauer Senf an. Besucher probierten ausgefallene Sorten wie Feigen-, Riesling- oder Ingwersenf. Oder Senf-Aioli. Besonders stolz ist der Thedinghauser auf „Moutardino“, dem Senf-Kaffee-Sahnelikör.

Örtliche Vereine nutzten ebenfalls die Gelegenheit, sich zu präsentieren. Vorsitzender Christoph Meyer vom Touristik-Verein verkaufte „Langwedeler Dunkel“. „An diesem Wochenende ist Markteinführung unserer neuen Biermarke“, verkündete er stolz.

Unten auf der Wiese hatte der Kleintierzüchterverein Etelsen seinen Kaninchen-Streichelzoo aufgebaut. Helle Großsilber, Separator und ein Farbenzwerg warteten darauf, von Kinderhänden gekrault zu werden. Daneben Hühner und Tauben – aber nur zum Anschauen.

Vorsitzender Uwe Lohmann und Schriftführer Frank Dreyer freuten sich über das rege Interesse. „Schön, dass ihr auch hier seid“, meinte ein Besucher, bevor er den Kaninchen über das seidige Fell streichelte. · is

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