Berufserfahrene begleiten Schüler / Gemeinde Oyten stellte Initiative vor / Neue Mitmacher sind herzlich willkommen

Mit Ausbildungspaten in die Zukunft

Bei Schnittchen tauschten sich die Beteiligten des Oytener Ausbildungspatenprojekts aus.

Oyten - (kr) · „Vor zwei Jahren hat die Gemeinde Oyten Klagen aufgegriffen, dass die Ausbildungssituation vor Ort schwierig ist, und ein Ausbildungspatenprojekt gestartet – mit derzeit 13 ehrenamtlichen Paten und 15 künftigen Auszubildenden. Gerne würden wir noch mehr Jugendliche in die Berufsfindung begleiten“, erklärte Bürgermeister Manfred Cordes am Donnerstagabend im Oytener Haus am Königsmoor.

Im Gesellschaftsraum des Altenheims trafen sich auf Anregung von Chefin Regina Huhs, selbst Ausbildungspatin, die Projektbeteiligten zum monatlichen Erfahrungsaustausch – darunter der Ausbildungspatenkoordinator der Gemeinde, Hendrik Hemmerich, und Schulleiterin Renate Proft sowie Paten und Schüler/innen der Haupt- und Realschule.

„Wir haben festgestellt, dass viele Jugendliche von einer Ausbildungsreife weit entfernt sind. Daran arbeiten wir unter Einbeziehung der Eltern ganz intensiv“, berichtete Hüseyin Senol, Inhaber der Oyter Reisewelt, der gleich zwei Schüler betreut. Er machte deutlich, wie fruchtbar und notwendig, aber auch wie aufwendig und zeitintensiv Patenschaften seien. Oft sei es unvermeidbar, dass Schüler ihre schulische Laufbahn verlängerten würden, um ausbildungsfähig zu werden. Ein Umstand, der manchmal schmerzhaft sei, aber vor dem Abbruch der Ausbildung schütze. Steuerberaterin Anke Schäfer, die eine Schülerin betreut, konnte dies nur bestätigen. Sie berichtete von Hilfe bei Bewerbungen und wie wichtig es sei, die Jugendlichen zu motivieren, damit sie nicht den Mut verlören. Pate Erich Biesewig lobte die Jugendlichen, die sich allesamt sehr dankbar und kooperativ zeigen würden. Er würde gerne Praktika vermitteln und mit Rat und Tat zur Seite stehen. Den Jugendlichen das Gefühl für Zuverlässigkeit, Zusammenarbeit und Pünktlichkeit zu vermitteln oder abzuverlangen, sei in manchen Fällen nicht einfach.

Bürgermeister Manfred Cordes zeigte sich angesichts der Entwicklung des Projektes beeindruckt. Er lobte das Engagement der Paten ebenso wie das Interesse der Schüler und warb für weitere Patenschaften in allen Berufszweigen. Koordinator Hemmerich brachte ins Gespräch, wie wichtig es sei, das Konzept zu optimieren und noch mehr Interessierte zu finden, die mit ihrem beruflichen Know-how und der Kenntnis von Anforderungen in Ausbildungsbetrieben das Projekt unterstützen. Eine Patenschaft beinhalte die Begleitung in der Praktikumsphase, in der Bewerbungsphase mit Mappencheck und Hilfe bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz, in der Ausbildungsphase und darüber hinaus Hilfe in besonderen Lebenslagen.

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