Landkreis-Fachausschuss gestern einstimmig für nachschulische Betreuung an Erich Kästner-Schule

„Auffangnetz“ am Nachmittag

Achim - (la) · Besser sei es, betreffenden Kindern frühzeitig Hilfe zu geben, als dass sich später ganz andere Einrichtungen mit ihnen befassen müssten.

So beurteilte gestern Nachmittag nicht nur Angela von Hollen (CDU) die Bedeutung des „beachtenswerten Konzepts“ für nachschulische Betreuung der Achimer Erich-Kästner-Förderschule an der Ackerstraße.

Der gesamte dort unter Leitung von Wilhelm Hogrefe tagende Sport- und Schulausschuss des Landkreises sah es genauso und befürwortete, zusätzliche 8500 Euro im Haushaltsjahr 2010 für die Betreuung bereit zu stellen. 5000 Euro stehen schon zur Verfügung.

Keinesfalls nur als Hausaufgabenbetreuung, sondern als „ambulantes Hilfsangebot“ für etwa 15 der insgesamt 80 Kästner-Schülerinnen und Schüler betrachtet Schulleiterin Anke Kastenschmidt das Projekt. Wöchentlich an zwei Nachmittagen soll es angeboten werden. Ihr Mittagessen nehmen die Betreuten in der nahen Hauptschulmensa ein.

Ziel des Ganzen sei, den Jungen und Mädchen der Förderschule realistische Perspektiven für ihr Leben aufzuzeigen, an die sie oft selbst nicht mehr glauben, und so das Selbstbewusstsein zu stärken. Dazu komme eine intensive Elternarbeit, und es werden fehlende soziale Handlungskompetenzen vermittelt – zum Beispiel, dass Konflikte auch ohne Gewalt zu lösen sind.

Bisher schon sei neben dem Lernen die Erziehung in den fünften bis neunten Klassen dieser Schule gleichrangig, hatte Anke Kastenschmidt bei der Begrüßung der Ausschussmitglieder betont. Aus insgesamt dreizehn Grundschulen kommen die Kästner-Schüler, die sich zum Abschluss des neunten Jahrgangs für die Hauptschulklasse der Andreas-Schule in Verden qualifizieren können oder den Förderabschluss erhalten.

Etliche Unterrichts-Projekte werden an der Ackerstraße veranstaltet, und es gibt eine „pädagogische Insel“, auf der Schüler eine Auszeit nehmen können, um sich zu fangen, wenn es nötig ist.

Die Nachmittagsbetreuung wird in Zusammenarbeit mit dem Verein „Sozialpädagogische Familien- und Lebenshilfe Achim“ (SoFa) stattfinden. Im Kollegium selber gebe es angesichts all der Unterrichts- und Erziehungsaufgaben keine freien personellen Kapazitäten mehr, so die Schulleiterin.

„Konzept und Ziele haben mich völlig überzeugt“, betonte Jutta Sodys (SPD), und Doris Gerken von den Grünen kündigte an, dass ihre Fraktion auch eine schon ins Auge gefasste Erweiterung des Betreuungsangebots unterstützen würde.

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