Ex-Bürgermeister Wolfgang Krippendorffs Abschied von Stammtischrunde

Aufbruch nach Hannover

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Wolfgang Krippendorff (6. v. r.) verabschiedete sich aus der Runde ehemaliger Ratsherren und Verwaltungsleiter. ·

Verden - Es ist eine feste Tradition: Ehemalige Verdener Ratsmitglieder sowie pensionierte Verwaltungsleiter, treffen sich regelmäßig zum Stammtisch im Verdener Hof. Und das seit vielen Jahren. Es sind bis zu zwölf Männer, die stets am zweiten Donnerstag im Monat von 17 bis 20 Uhr zusammen kommen, doch das Juli-Treffen war ein wenig von Wehmut geprägt. Der Grund: Der frühere Verdener Bürgermeister, Wolfgang Krippendorff, wurde aus der Runde verabschiedet.

Krippendorff und seine Frau Kristin verlassen die Allerstadt aus persönlichen Gründen und ziehen bereits im August in ein Wohnstift nach Hannover um. „Das ist natürlich schade“, so die Herrenrunde, die ihrem Tischgenossen zum Abschied eine CD des Shantychors Verden überreichte. Von Heiner Falldorf gab es noch eine „Anleitung zum Widerstand“ mit auf den Weg nach Hannover. Krippendorff sagte, dass ihm die monatlichen Treffen sicher fehlen werden, er dem nun kommenden Lebensabschnitt aber mit Neugierde, Spannung und Offenheit entgegensehe. „Das Schlimmste ist die Auflösung eines so großen Hauses, zumal ich immer ein leidenschaftlicher Sammler war.“

Hannover indes sei nicht aus der Welt und ohnehin so etwas wie Krippendorffs zweite Heimat. „Wir betreten kein Neuland. Ich habe in Hannover studiert und die Kontakte nie abreißen lassen.“ Auch ein Teil der Familie lebe in der Leinestadt. Ebenso wenig werde er den Kontakt zu Verden einschlafen lassen und auch die Mitgliedschaft im Eitzer Heimatverein sowie im Verein Verden-Saumur aufrecht erhalten.

Über die monatlichen Treffen sagte Falldorf, der als eine Art Sprecher der Runde agierte. „Wir haben keinen richtigen Plan und kein großes Programm. Es ist nett zusammen zu sitzen, sich im Gespräch auszutauschen, über aktuelle Themen zu diskutieren und natürlich auch über alte Zeiten zu plaudern“, berichten die Stammtischbrüder. Und das ganz ohne Frauen. „Wir sind unfreiwillig eine reine Männerrunde“, erklärt Wilhelm Schultz. Bislang habe es bislang nur vergebliche Tendenzen gegeben, die unfreiwillige Männerbastion aufzulösen. „Es wurden schon Damen eingeladen. Aber bislang ist noch keine gekommen“, bedauerte die Herrenrunde. · nie

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