Stadt will ihren ÖPNV optimieren / Stündlicher AST-Takt von montags bis freitags / „Schritt in die richtige Richtung“

Anruf-Sammel-Taxi: Angebot ausweiten

Verden - (kp) · Bei der gemeinsamen Sitzung aller Verdener Ortsräte hatte Friedel Plenge dem städtischen Konzept zur Optimierung des Stadtbusverkehrs noch nicht zustimmen mögen.

Denn auch dieser Entwurf sieht keine – seit langem gewünschte – Busanbindung für Walle vor, sondern die ÖPNV-Versorgung über das Anruf-Sammel-Taxi (AST). Nachdem er nun aber darüber geschlafen habe, so der Waller Ortsbürgermeister am Donnerstag im Ausschuss für Stadtentwicklung, sehe er das Konzept nun weniger skeptisch. „Unser Ziel, die Busanbindung, sehe ich heute aus wirtschaftlichen Gründen als gescheitert an“, sagte Plenge. Stadtplaner Norbert Schaffeld hatte zuvor erklärt, dass eine Buslinie pro Jahr mit mindestens 100 000 Euro Kosten zu Buche schlagen würde. Plenge: „Für knapp 1700 Einwohner kann man das nicht verlangen.“

Immerhin soll das stadtweite AST-Angebot ausgebaut und eine Versorgung an den Werktagen, stündlich, von 6 bis 23 Uhr, sonnabends im Zwei-Stunden-Takt, sowie an Sonn- und Feiertagen mit vier Fahrten garantieren. Die genauen Abfahrtzeiten sollen so gelegt werden, dass ein Anschluss an die Regionalzüge problemlos möglich ist.

Für diese Ausweitung entstehen pro Jahr Zusatzkosten von geschätzten 65 000 Euro.

Wie hoch der Zuschussbedarf tatsächlich ist, richtet sich nach der Auslastung des Anruf-Sammel-Taxis. Denn das AST setzt sich nur auf Bestellung in Bewegung. Es fährt an festgelegten Haltestellen ab, bringt seine Passagiere aber direkt bis zum gewünschten Ziel.

Dementsprechend ist die Fahrt mit dem AST allerdings auch teurer als die mit einem Linienbus. Karl-Heinz Narten (SPD) und Friedel Plenge baten die Verwaltung deshalb darum zu prüfen, in wieweit das günstigere Anruf-Linien-Taxi, bei dem auch die Aussteigepunkte festgeschrieben sind, eine Alternative sein könnte. Schließlich handele es sich bei den Nutzern des ÖPNV doch meistens um Menschen mit einem weniger dicken Portemonnaie.

Als „charmant“ bezeichnete Corinna Rosander (FDP) das Vorhaben, das AST-Angebot auszubauen. Schließlich könnten so auch ohne großen Aufwand Bedarfe ermittelt und der ÖPNV weiter- entwickelt werden.

Auch Jutta Sodys (SPD) wertete den Entwurf als einen „wesentlichen Schritt in die richtige Richtung, nämlich alle Ortschaften einzubeziehen“.

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