Gestern „Juniorwahl“ an Haupt- und Realschule / „Wahllokale“originalgetreu ausgestattet

Ankreuzen, aber nicht unterschreiben

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Die 10 a gibt ihre Stimmen ab. Die meisten hatten feste Vorstellungen, welche Partei sie wählen wollten. Links Kristin Pakulat, Lehrerin im Referendariat an der Hauptschule. Als Wahlleiterin achtete sie darauf, dass alles korrekt ablief. ·

Achim - Einige Unklarheiten gab es doch noch: „Müssen wir auch unseren Namen auf den Wahlzettel schreiben?“ wollte gestern Vormittag bei der Juniorwahl in der Achimer Hauptschule ein Schüler wissen.

Nein, natürlich nicht, machte Kristin Pakulat gleich deutlich, die zur Zeit ihr Referendariat zur Lehrererinnenausbildung an dieser Schule absolviert. Gestern fungierte sie als Wahlleiterin in Raum 113, der genau wie ein Original-Wahlbüro ausstaffiert war.

Wenige Tage vor der echten Bundestagswahl läuft hier auch am heutigen Freitag die „Juniorwahl“, an der sich drei zehnte und zwei achte Hauptschulklassen beteiligen.

Wahllisten, originalgetreue Wahlzettel, Wahlkabinen und natürlich der Papierkasten mit Schlitz als Wahlurne fehlten nicht. Sogar Wahlbenachrichtigungen gab es.

Im Unterricht hatten die Schülerinnen und Schüler zuvor einiges über Mitbestimmung, Demokratie und Wahlen erfahren. Auch um die einzelnen Parteien und deren Programme vor allem für den Bereich Bildungs- und Familienpolitik war es in den Klassen gegangen.

Bundesweit wird die „Juniorwahl“ an Schulen vom gemeinnützigen Berliner „Kumulusverein zur Förderung des gesellschaftlichen und kulturellen Lebens“ mit Unterstützung der Bundeszentrale für Politische Bildung organisiert – jeweils parallel zu großen Wahlterminen. Auch Unterrichtsmaterialien zum Thema bekommen die beteiligten Schulen gestellt.

Die Juniorwahl-Stimmen werden penibel ausgezählt und ausgewertet. Bekannt gegeben werden die Ergebnisse aber erst am Sonntag nach 18 Uhr, also nach Schließung der echten Bundestags-Wahllokale.

Auch in der Realschule Achim liefen gestern Juniorwahlen. Die Schüler waren begeistert dabei. Hier musste die Bücherei als Wahllokal herhalten. Dutzende Mädchen und Jungen gaben ihre Stimmen ab.

Einige hatten sich die Entscheidung vor dem Ankreuzen sorgfältig überlegt. Andere wiederum freuten sich vor allem darüber, dass sie wegen des Wahlgangs eine längere Unterrichtspause genießen durften. · la/nib

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