Jubiläen der Freilichtbühne Daverden: Bürgermeister würdigen Arbeit der Laiendarsteller und Helferschar

Angst vor Abrutschen der Zuschauer

Funktionsträger in der Gemeinde und bei der Freilichtbühne trafen sich auf der romantischen Bühne im Daverdener Holz: (von links) Volker Penczek, Siegfried Schmidt, Andreas Brandt, Gerd Depke und Herbert Luttermann.

Daverden - (hu) · Bürgermeister Andreas Brandt, der von Hause aus nicht plattdeutsch spricht, hatte in der Woche eifrig mit der Gleichstellungsbeauftragten des Fleckens Langwedel, Karin Sievers, die selbst dem Ensemble der Freilichtbühne angehört, geübt, und so klappte es beim Gastspiel des Gemeindechefs im Daverdener Holz hervorragend. Örtliche Prominente, die zum dreifachen Jubiläum der Bühne eingeladen werden, dürfen bei solch einem Anlass aber eben auch nicht einfach schnöde hochdeutsch daherreden.

90 Jahre Laienspiel im TSV Daverden, 60 Jahre Freilichtbühne im Daverdener Holz und seit zehn Jahren Märchenstücke – das ist reichlich Anlass zum Feiern und natürlich auch für die eine oder andere Laudatio. Brandt lobte am Sonntag die Leistungen der Laienspieler und das Engagement der vielen Helfer auf und hinter der Bühne. Der Bürgermeister war mit einem Geldumschlag gekommen und fand dankbare Beschenkte.

Ortsbürgermeister Siegfried Schmidt hob die in vielen Arbeitsstunden gestaltete schöne Waldbühne hervor, auf der jedes Jahr lustige Stücke in wunderbarer Kulisse den Besuchern vorgeführt werden. Angetan ist er von der Begeisterung der Kinder beim Märchenstück. Sein fünfjähriger Enkel Felix habe beim diesjährigen Märchenstück „Die Abenteuer der Elfenritter“ nicht nur seine eigenen Passagen, sondern den gesamten Text ihm erzählen können, staunte Schmidt. Er vergaß nicht zu erwähnen, dass viele Mitglieder der Freilichtbühne dem Ortsrat vor zwei Jahren bei der Gestaltung der Daverdener 750-Jahr-Feier kräftig geholfen hätten.

Der Vorsitzende des TSV Daverden, Gerd Depke, erinnerte daran, dass das Laienspiel in Daverden eng mit der Geschichte des örtlichen Sportvereins verbunden ist. Schon 1920, beim damals gegründeten MTV Daverden habe es eine Theateraufführung im Rahmen eines Unterhaltungsabends gegeben.

Zuvor hatten der ehemalige Vorsitzende der Freilichtbühne Herbert Luttermann und der jetzige Vorsitzende Volker Penczek aus der Geschichte der Freilichtbühne vorgetragen. Begonnen habe es eben vor 90 Jahren mit den „Werbeabenden“, nach dem Krieg seien diese Werbe- und Unterhaltungsabende in der Turnhalle fortgesetzt worden.

Ausweislich der Chronik wurde dann erstmals 1950 auf einer Freilichtbühne gespielt – mit dem legendären „Ein Sommernachtstraum“ von William Shakespeare. Der alte Standort der Freilichtbühne an der Straße Am Holze war aber zu steil, so dass die weiteren Aufführungen wieder in die Turnhalle und ins Lokal „Waldschlößchen“ verlegt wurden.

„Wir hatten Angst, dass die Zuschauer auf den steilen Rängen abrutschen“, erinnerte sich Herbert Luttermann, der auch damals schon dabei war. 1954 wurde dann ein geeigneter Ort für eine Freilichtbühne gefunden: Der heutige Standort im Daverdener Holz, wo dann 1955 das erste Lustspiel „Junge Deern up`n Hoff“ aufgeführt wurde. 1981 fand auch der Bläser- und Sängertag des Kirchenkreises Verden auf der Freilichtbühne statt, die in den folgenden Jahren immer wieder ausgebaut wurde.

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