Kunstverein zeigt kleine, aber feine Ausstellung „Zwischen den Jahren“

Von Angermeyer bis Zöhl

Auch Hermann Angermeyers „Dezembermorgen“ (um 1940) ist in der Ausstellung zu sehen.
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Auch Hermann Angermeyers „Dezembermorgen“ (um 1940) ist in der Ausstellung zu sehen.

Fischerhude - Der Kunstverein Fischerhude hält speziell für die Zeit „zwischen den Jahren“ für Kunstinteressierte eine kleine, aber feine Ausstellungsüberraschung in Buthmanns Hof bereit – bestückt aus eigenen Beständen und mit einigen Leihgaben, arrangiert von Petra Hempel und Wolf-Dietmar Stock.

Von Hermann Angermeyer über Heinrich Breling, Wilhelm Heinrich Rohmeyer, Bertha Schilling, Rudolf Franz Hartogh, Hans Buch, Mietje und Olga van Beek, Emma Eibler, Kurt Glauber, Hans Meyboden, Erhart Mitzlaff bis Werner Zöhl spannt sich der Bogen der Künstlerinnen und Künstler der vergangenen 100 Jahre, die in die inzwischen umfangreiche Sammlung des Kunstvereins Eingang gefunden haben. Stimmungsvoll wurden die Bilder passend zur Jahreszeit für die Ausstellung ausgewählt.

Darunter befinden sich auch drei Neuerwerbungen des Kunstvereins, die von den Spenden der Museumsbesucher angeschafft wurden. Eine herbstliche Landschaft mit Bauernhäusern von Wilhelm Heinrich Rohmeyer dürfte dabei das Highlight sein.

Als Titelbild der Ausstellung wurde Angermeyers „Dezembermorgen“ ausgesucht, das als Leihgabe im Kunstverein hängt. Es zeigt Großmutter, Kind und Hund, wie sie in dunstiger Vormittagsstimmung in der Bredenau Milch holen gehen.

Die Ausstellung „Zwischen den Jahren“ ist seit gestern täglich von 14 von 17 Uhr geöffnet, samstags und sonntags von 11 bis 17 Uhr. Silvester und Neujahr allerdings ist die Galerie in Buthmanns Hof geschlossen.

Zum Abschluss der Ausstellung findet am 5. Januar um 15 Uhr eine Lesung mit der Bremer Fernsehjournalistin Ruth Hunfeld statt: „Moorgeschichten“.

Die beiden neuen Glauber-Bilder in der Vitrine weisen bereits auf die umfangreiche Glauber- Ausstellung im Februar/März hin. Dann wird der Kunstverein erstmals dem spätimpressionistischen Tiermaler eine Ausstellung widmen.

Glauber war in den 20er Jahren in Fischerhude, wo er den Bremer Maler Willy Menz kennen lernte und dessen Tochter ehelichte. Als er 1933 nach Bremen umzog, war er wegen seiner schönen, lebendig gemalten Tierbilder schon ein Begriff geworden.

Heinrich Breling, dem Vater der Fischerhuder Künstlerkolonie, ist eine weitere Vitrine gewidmet, denn der 1914 gestorbene Maler soll 100 Jahre nach seinem Tod im Jahr 2014 mit einer großen Retrospektive im Modersohn-Museum und im Kunstverein geehrt werden.

Zu diesem Anlass wird eine Neubearbeitung des Heinrich-Breling-Buchs mit zahlreichen neuen Bildern erscheinen. Der Vorsitzende des Kunstvereins, Wolf-Dietmar Stock, arbeitet seit längerem an einem Roman über den königlichen Hofmaler von Ludwig II. von Bayern, der Breling erlaubte, auf seinem Grundstück von Schloss Nymphenburg eine Villa zu bauen. Nach dem Tode des Gönners ging Breling wieder nach Norddeutschland zurück, wo er in Fischerhude aufgewachsen war. Der Kunstverein plant im Jubiläumsjahr eine Ausstellung „Heinrich Breling und seine Töchter“.

Ein weiterer Höhepunkt im Jahr 2014 wird eine Ausstellung über die Wümme sein. Der Kunstverein hatte bereits vor acht Jahren eine solche Ausstellung durchgeführt. Inzwischen ist die Renaturierung der Wümme weit vorangeschritten, so dass der Verein sicher ist, mit dieser Ausstellung zum Fluss aus dem Blickwinkel der Künstler einen wichtigen Beitrag zur neuen Sicht auf die Natur zu schaffen.

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