Landwirtschaftsministerin ehrte Tragende Gemeinschaft aus Schafwinkel

Anfängliche Skepsis wich einem Wohlgefühl

Bei der Preisverleihung mit Ministerin Astrid Grotelüschen (Mitte), von links: Dr. Götz Maschmeyer, Ingrid Müller, Andrea Mikußies und Wilhelm Hogrefe.

Schafwinkel - Eine Anerkennung, die die Beteiligten mit Stolz erfüllt: Auf Vorschlag des CDU-Landtagsabgeordneten Wilhelm Hogrefe wurde die Tragende Gemeinschaft aus Schafwinkel für ihr Projekt „Gelebte Integration – ein Lebens- und Arbeitsort für Menschen mit Behinderungen“ im Niedersächsischen Landtag in Hannover von Ministerin Astrid Grotelüschen geehrt.

Andrea Mikußies, Mitbegründerin der Tragenden Gemeinschaft, und Vorstandsmitglied Dr. Götz Maschmeyer nahmen die Auszeichnung aus der Hand der Landwirtschaftsministerin entgegen. Mit dabei waren auch Ortsvorsteherin Ingrid Müller und Klaus Karweik von der Behörde für Geoinformation, Landentwicklung und Liegenschaften (GLL) Verden.

„Der Ideen-Wettbewerb, bei dem die Tragende Gemeinschaft den zweiten Platz erreichte, hat das Ziel, ganz besondere Initiativen aus dem ländlichen Raum in ganz Niedersachsen bekannt zu machen und ihr vorbildliches Wirken zu würdigen“, so Hogrefe. Dr. Maschmeyer erläuterte den Projektträgern und Landtagsabgeordneten den Sinn der Tragenden Gemeinschaft, einem Verein, der sich vor 17 Jahren als „Tragende Kraft“ gegründet hat, mit 40 geistig und körperlich Behinderten sowie deren Betreuern und Angehörigen.

Die vorhandene Bausubstanz von zwei Hofstellen sei schrittweise umfunktioniert und durch Erweiterungsbauten ergänzt worden. Er lobte das angenehme Ortsbild, während Andrea Mikußies von den schwierigen Anfängen berichtete. Den Behinderten wurde in Schafwinkel ein neues Zuhause gegeben, wo sie sich wohlfühlen und bis ins hohe Alter leben können. So wurden in dieser anthroposophischen Einrichtung Wohn- und Arbeitsplätze für pflegebedürftige Menschen unter Berücksichtigung eines ganzheitlichen Menschenbildes geschaffen.

Klaus Karweik, vielen Projektträgern aus der Dorferneuerung bekannt, sprach von einem „neuen Geist“, der einziehe, seitdem die Menschen im Dorf ihre Stärken wertschätzten und weiter ausbauten und sich somit das Zusammengehörigkeitsgefühl auf das Wohlbefinden auswirke.

Ingrid Müller machte deutlich, dass nach anfänglicher Skepsis der Dorfbewohner nun von einer beispielhaft gelebten Integration von geistig schwerbehinderten Erwachsenen im dörflichen Umfeld gesprochen werden kann. Dazu trüge auch bei, dass sich die Einrichtung stets nach außen geöffnet habe und einladend ins Umfeld wirke. Das ganze Dorf profitiere von dieser positiven Entwicklung.

Astrid Grotelüschen dankte allen 15 Initiativen aus ganz Niedersachsen, die am Wettbewerb teilnahmen, für ihr Engagement und überreichte neben den Urkunden den herausragenden drei ersten Initiativen auch ein Geschenk. Von der CDU-Fraktion gab es dazu Blumen, die der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Karl-Heinrich Langspecht und Arbeitskreissprecher Clemens Große Macke überreichten.

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