Andere Lesart: Fachdienst Jugend und Familie beim Landkreis geht auf die Kritik aus den lokalen Arbeitsgruppen ein

Konzept für Gemeinwesenarbeit präzisiert

Landkreis - Weniger Geld für Gemeinwesenprojekte und weniger Kompetenzen, darüber zu entscheiden: Diesen Folgen konnten die Mitarbeiter in den lokalen Arbeitsgruppen im Landkreis nicht zustimmen. Ihre Befürchtungen, was das überarbeitete Konzept für die Gemeinwesenarbeit in der Kinder- und Jugendhilfe mit sich bringt, hatte im Herbst den Fachausschuss des Kreistags von dessen Verabschiedung abgehalten. Jetzt liegt eine „präzisierte“ Version vor, die in der nächsten Sitzung im April diskutiert werden soll.

Fachdienstleiter Peter Genée hatte das Konzept offenbar anders verstanden als die Kritiker: Weder Beschneidung von Kompetenzen gegenüber der bisherigen Arbeit noch Mittelkürzung. Das Konzept soll die Gemeinwesenarbeit fachlich weiterentwickeln und dabei die Ergebnisse der Evaluierung, die im vergangenen Jahr vorgestellt wurden, berücksichtigen.

Einer der Kritikpunkte der Evaluierung war die unklare Aufgabenverteilung innerhalb der ansonsten erfolgreich arbeitenden Struktur der Gremien in der präventiven Arbeit in Sozialräumen im Landkreis. Die Nachbesserung stellt jetzt aber klar, dass die lokalen Arbeitsgruppen fachliche Entscheidungen treffen sollen und diese dann dem Fachdienst von Peter Genée, Jugend und Familie, vorschlagen.

Die „Irritationen“, dass die AGs nicht mehr über Förderanträge entscheiden sollten, wird in den Vorlage der Verwaltung zurückgewiesen. Formal habe es nie eine ausschließliche Befugnis zu abschließenden Entscheidungen gegeben. Es ändere sich also nichts an der Kompetenz. Die lokalen AGs seien bewusst als rechtlich unselbstständige Gruppen in den Fachdienst Jugend und Familie für die Jugendhilfeplanung eingebunden. Da sei die juristische Kompetenz und das Know-how.

Eine weitere Konkretisierung fordert die Evaluation im Zusammenhang mit der der finanziellen Ausstattung der lokalen Arbeitgruppen. Die eigentlichen Ziele der ehrenamtlichen Arbeit mit Projekten in der Milieuarbeit würden 20 Prozent ihres Wirkens ausmachen, ein großer Teil finanziere aber auch professionelle Sozialarbeit. Der 225000-Euro-Topf für die Milieuarbeit müsste für ein durchsichtigeres Bild deswegen um 80 Prozent gekürzt werden. Stattdessen schlägt aber die Verwaltungsvorlage einen Endbetrag von 135000 Euro vor. Die lokalen Arbeitsgruppen sollen außerdem selbst keine Mittel mehr für Sozialarbeit an den Grundschulen verwenden. Dafür stehe eine Summe von 330000 Euro zur Verfügung.

Insgesamt stünden den Arbeitsgruppen so durch die Aufgaben- und Ausgabenkonzentration 90000 Euro im Jahr weniger zur Verfügung, der fallübergreifenden und -unabhängigen Gemeinwesenarbeit aber 300000 Euro mehr.

kle

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