Präventionsrat ermöglicht Verdener Schulen Teilnahme an der Juniorwahl

Aktien für das Demokratiebewusstsein

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Delegationen der teilnehmenden Schulen nahmen die Juniorwahlaktien gestern im Rathaus entgegen.

Verden - Je eine Juniorwahlaktie im Wert von 250 Euro überreichte Uwe Jordan, Vorsitzender des Präventionsrats, gestern im Foyer des Rathauses an Vertreter der vier teilnehmenden Verdener Schulen.

Diese Aktie ermöglicht den Schulen eine kostenlose Teilnahme. Seit 1999 werden JuniorwahIen im Vorfeld von Landtagswahlen, Bundestagswahlen und Europawahlen bundesweit durchgeführt. Ziel ist es, die Schülerinnen mit dem Wahlvorgang vertraut zumachen und ihr Demokratiebewusstsein zu stärken.

Bürgermeister Lutz Brockmann begrüßte, dass sich mit den BBS, dem Domgymnasium, dem Gymnasium am Wall und der Realschule immerhin vier Verdener Schulen an der Juniorwahl beteiligen. „Es ist wichtig, junge Menschen für Demokratie zu begeistern“, betonte er. Die Teilnahme an der Juniorwahl sei ein wichtiger Schritt zur politischen Meinungsbildung. Diesmal zählten die Stimmen zwar noch nicht, er hoffe aber, dass später alle von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen würden.

Der Dank des Bürgermeisters galt ferner den Schulen und allen Mitwirkenden für ihr Engagement sowie dem Präventionsrat für die finanzielle Unterstützung. Uwe Jordan machte deutlich, dass zum breiten Aufgabenspektrum des Präventionsrats eben auch die Förderung des Demokratiebewusstseins gehöre.

Rund 1 600 Schülerinnen und Schüler ab der siebten Klasse nehmen in Verden an der Juniorwahl teil. Bevor sie am 20. September in der Schule ihre Stimme abgeben, werden sie im Unterricht einen Monat lang intensiv auf das Thema Wahlen und Demokratie vorbereitet. Das Unterrichtsmaterial stellt der gemeinnützige Trägerverein Kumulus den Schulen kostenlos zur Verfügung gestellt.

Ferner machen sich die Jugendlichen in dieser Zeit intensiv mit dem Wahlgeschehen vertraut. Sie legen Wählerverzeichnisse an, verteilen entsprechende Benachrichtigungen, bestimmen Wahlvorstände und richten schließlich Wahllokale ein. Die meisten finden die Initiative gut. „Da kann man schon einmal lernen, wie so eine Wahl überhaupt abläuft, sonst wüsste man später gar nicht, was man machen muss“, meinte eine Schülerin.

Erstmals begleitet die Stadt Verden die Juniorwahl mit einem Rahmenprogramm. In einem Wettbewerb sollten die Schüler ihre Mitmenschen mit einem Werbespot dazu motivieren, wählen zu gehen. Außerdem fand gestern eine Podiumsdiskussion mit den Bundestagskandidaten statt.

Krönender Abschluss ist die Wahlparty am Freitag, 20. September, im Jugendzentrum. Dass die Ergebnisse der Juniorwahl dann noch nicht bekanntgegeben werden dürfen, tut dem Spaß sicher keinen Abbruch.

Das Engagement der Stadt Verden drang sogar bis nach Berlin vor. Ein Juniorwahl-Filmteam aus der Hauptstadt drehte im Rathaus. ahk

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