Leichtathletik-Sparte des TSV Achim beklagt Zustand der Trainingsanlagen

Achims größter Sportverein trainiert auf der Aschenbahn

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Die Anlaufbahn der Weitsprunganlage ist im Laufe der Jahre abgesackt, wie sich besonders bei Regenwetter zeigt.

Achim - Dem Leichtathletik-Nachwuchs des TSV Achim mangelt es an geeigneten Trainingsmöglichkeiten. Auf dem Vereinsgelände stehe den Sportlern nur eine Aschenbahn zur Verfügung, die Anlaufstrecke der Weitsprunggrube sei mit Kuhlen übersäht, sagte Leichtathletik-Wartin Ingrid Heger im Gespräch mit unserer Zeitung, die das Problem auch in der Bürgerfragestunde des Fachausschusses für Sport und Kultur vorgebracht hatte.

Dabei gäbe es einen geeigneten Trainingsort: Der Sportplatz der Realschule verfüge über eine Tartanbahn und eine Weitsprunganlage. Bereits vergangenes Jahr hatte der Verein die Nutzung des Sportplatzes beim Landkreis beantragt. Doch die Kreisverwaltung lehnte ab – mit dem Argument, dass zunächst einiges zu reparieren sei. Die Seitenbegrenzung der 100-Meter-Bahn sei nicht sicher, die Sprungbretter für die Weitsprunggrube kaputt.

Dabei sei der Platz nach Angaben der Leichtathletik-Chefin derzeit in Gebrauch: von Schülern der Realschule und des Cato Bontjes van Beek-Gymnasiums. Auf Nachfrage beim Landkreis erhielt Ingrid Heger die Antwort, die Schüler trainierten „überwiegend in der Halle“. Der Verein solle sich mit seinem Problem an die Stadt wenden.

Der TSV Achim ist der größte Sportverein der Stadt mit Bezirks- und Landesmeistern, etwa im 100-Meter-Sprint und Hürdenlauf. Heger befürchtet, dass unter diesen Trainingsbedingungen nicht nur der Nachwuchs, sondern auch die Trainer buchstäblich „davonlaufen“ könnten.

Die Nachwuchsgruppe (6 bis 10 Jahre) bleibt zurzeit in der Halle – „und das bei diesem tollen Wetter“, so Heger. Mit der Leistungsgruppe (11 bis 15 Jahre) ist der Verein vergangenes Jahr bereits auf den Sportplatz bei der Haupt- und Realschule Thedinghausen ausgewichen. Doch durch die wegen Baumaßnahmen gesperrte Ueser Brücke müssten die Achimer Eltern nun einen Umweg fahren. Dazu seien viele nicht bereit.

„Das ist ein relativ neues Thema, vielleicht bin ich nicht auf dem neuesten Stand“, gab sich Bürgermeister Uwe Kellner im Fachausschuss überrascht. Er werde beim Kreis nachfragen, ob die Anlage nicht doch geöffnet werden könne. Eine kurzfristige Alternative sah er aber aus Kostengründen nicht. Da nützte es auch nichts, dass der Verein anbot, Eigenleistung einzubringen.

„Der Sport-Entwicklungsprozess geht nicht von heute auf morgen“, gab Dr. Stephan Leenen zu bedenken.

Über die Antwort des Bürgermeisters zeigte sich die Leichtathletik-Wartin enttäuscht: „Am liebsten hätte ich sofort eine Zusage gehabt.“ Sie hofft auf einen Kompromiss vor den Sommerferien. · ldu

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