Stadtverband will für die Kommunalwahl 2011 viele neue, frische Kandidaten aufbieten

CDU Achim strebt an die Macht

Entschlossen-optimistisch: Achims CDU-Chef Rüdiger Dürr steht nach eigener Einschätzung einer aufstrebenden Parteigliederung vor, in der er mit Tiina Böse und Rainer Ditzfeld ambitionierte Mitstreiter an seiner Seite weiß. Auch CDU-Kreisvorsitzender Adrian Mohr und Wilhelm Hogrefe, Landtagsabgeordneter und Fraktionsvorsitzender im Kreistag, die als Gäste am Vorstandstisch Platz genommen hatten, sehen die Achimer CDU auf einem guten Weg.

Achim - (mm) · Nach dem Gewinn des heimischen Bundestagswahlkreises durch Andreas Mattfeldt will die CDU nun auch die jahrzehntelange Vorherrschaft der SPD in Achim brechen. Vor allem mit frischen, unverbrauchten Nachwuchskräften, etwa aus der erstarkten Jungen Union (JU), soll bei der nächsten Kommunalwahl im Spätsommer oder Herbst 2011 die Mehrheit der Ratsmandate errungen werden. „Wir werden so viele Kandidaten haben wie noch nie“, lautete die Kampfansage des CDU-Kreisvorsitzenden Adrian Mohr bei der Jahreshauptversammlung der Achimer CDU.

Die präsentierte sich am Montagabend im Kulturhaus Alter Schützenhof so selbstbewusst wie lange nicht mehr. Rund 30 Christdemokraten waren zu dem Aufbruchstimmung verbreitenden Generaltreffen im Clubraum des Kasch gekommen.

„Wir nähern uns der 260er-Marke“, berichtete Achims CDU-Chef Rüdiger Dürr. Zwei Todesfälle und ein Austritt seien im vergangenen Jahr zu beklagen gewesen, dem stünden aber sechs Eintritte in die Partei gegenüber. „Und wir haben einen starken Unterbau bekommen“, freute sich Dürr. Die JU Achim habe „mindestens 30 Mitglieder“, von denen er an dem Abend auch einige begrüßen konnte.

Die hiesige CDU blicke auf ein erfolgreiches Jahr 2009 zurück, bilanzierte Dürr. Mattfeldts Wahlsieg habe auch dem Achimer Stadtverband „Rückenwind“ verschafft. Mit verschiedenen Aktionen, überwiegend auf dem Wochenmarkt, sei es gelungen, mit zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch zu kommen. Zunehmend fänden auch Sitzungen der CDU-Stadtratsfraktion öffentlich statt. „Wir wollen nicht im eigenen Saft schmoren“, unterstrich Rüdiger Dürr.

Die „Mitmachwochen“ der CDU im Landkreis vom 28. Mai bis 13. Juni seien dazu angetan, den Kontakt zu den Einwohnern noch auszubauen und eventuell die eine oder andere Persönlichkeit von außen für die Achimer CDU und auch den Stadtrat zu gewinnen. Ansonsten biete ja die JU ein beachtliches personelles Reservoir, meinte der Stadtverbandschef.

Die Achimer CDU habe einen „positiven Weg“ eingeschlagen, bescheinigte ihr der CDU-Kreisvorsitzende, Adrian Mohr. Dabei hätten „Platzhirsche“ zuletzt hin und wieder sogar eine „schwierige Schwelle überschritten, indem sie einen attraktiven Kandidaten warben, der einem dann womöglich das Mandat weggenommen hat“.

Mit den „Mitmachwochen“ wolle die CDU schon gut ein Jahr vor der Kommunalwahl neue Mitglieder und Aushängeschilder an sich binden, um dann mit geeigneten Bewerbern antreten zu können. Von Ottersberg bis Dörverden werde es im Mai und Juni eine Menge attraktive Veranstaltungen geben, kündigte Mohr an.

Den politischen Hauptkonkurrenten sehe er derzeit kaum in der Lage, dergleichen flächendeckend auf die Beine zu stellen. Nach der Niederlage von Joachim Stünker bei der Bundestagswahl sei die SPD im Kreis ausgezehrt, stichelte der frisch gebackene Vater.

Auch im Hinblick auf die Anzahl von Mandatsträgern auf höheren Ebenen – Mohr verwies auf Mattfeldt sowie die CDU-Landtagsabgeordneten Wilhelm Hogrefe und Axel Miesner – befinde sich die CDU im Landkreis Verden gegenüber allen anderen Parteien klar im Vorteil. Denn damit verfüge sie über einen guten Draht zu entscheidenden Stellen in Berlin und Hannover. Diesen „Trumpf“ gelte es nicht zuletzt gegenüber Wählergemeinschaften auszuspielen.

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