Eine Fundgrube zur Achimer Zeitgeschichte

Zwölf Bischoff-Bände in der Stadtbibliothek

+
Klaus Bischoff (Mitte) präsentiert in der Stadtbibliothek zusammen mit Günter Schnakenberg (li.) und Fredi Neumann vom Heimatverein seine Achim-Bände.

Achim - Der 79-jährige ehemalige Bauingenieur Klaus Bischoff ist auch personalisierte Achimer Zeitgeschichte und hat als Publizist seine Erlebnisse und sein Wissen in den letzten vier Jahrzehnten in insgesamt 40 Broschüren des Achimer Heimatvereins in Wort und Bild wiedergegeben.

220 Ordner mit seinen lokalgeschichtlichen Erinnerungen füllten einen Raum im Hause Bischoff. Jetzt in seinem Alter denkt er noch mehr an die Nachwelt als ohnehin und so hat Bischoff seine Texte, die längst auf dem Computer statt mit der Schreibmaschine verfasst werden, systematisiert und in zwölf gebundenen Bänden zusammengefasst. 

Die liegen seit Mittwoch in der Achimer Stadtbibliothek im Rathaus aus, so dass jeder sich über Achimer Geschichte dieses und des vergangenen Jahrhunderts anhand von vielen Erinnerungen, Anekdoten und alten Kreisblattartikeln anschaulich und eindrucksvoll informieren kann.

Themen des früheren Bauingenieurs sind besonders Straßen, Brücken und Bauten, vom Bau der Autobahnen bis zur Stadtsanierung inklusive Fußgängerzone, Umgehungsstraße und Rathaussanierung. Klaus Bischoff beschreibt den Wandel vom alten zum neuen Achim auch am Beispiel des Gewerbegebiets an der Eisenbahn, der Schulen oder des Clüverhauses.

Erinnerungen an das Treiben in Achim

Er erinnert an die Bierdener Bekleidungsfirma Runken, an Brunnen und Skulpturen, an die kabarettistischen „Vier Naiven“, an die Seidenraupenzucht in Achim, die Dünen, Ueser Spargel, das Kaufhaus Marschhausen in Achim, die Achimer Zigarrenmacher und noch viel mehr. Günter Schnakenberg, Johann Jäger und Hella Bischoff haben ihn über die Jahre bei seinen Veröffentlichungen unterstützt.

Manche seiner Beiträge werden den Kreisblatt-Lesern schon bekannt sein, denn seit Jahrzehnten bringen wir Artikel von ihm unter anderem auch die Serien „Damals in Achim“ und „Wat is dat denn?“, in der er Gegenstände und Werkzeuge aus alten Zeiten beschreibt.

Ein Abschlussjahrgang des Gymnasiums am Markt, der sich intensiv mit dem Thema „70 Jahre Stadtrechte Achims“ beschäftigt hat von Bischoff die gesammelten Publikationen als Computerstick erhalten. Auch andere Pädagogen und Schülergruppen können von Bischoff für ihre Unterrichtszwecke einen solchen Stick bekommen.

Wer Eigentümer des einen oder anderen Bischoff-Bandes werden will, kann Bestellungen bei Klaus Bischoff unter Tel.: 04202/3339 aufgeben.

Sein Traum der 80er Jahre von einem Heimatmuseum in Achim ist zwar nicht in Erfüllung gegangen, aber der Enkel eines Achimer Zigarrenmachers und eines Zimmermanns hat zusammen mit anderen Utensilien dieser Berufe im Rathaus und in der Achimer Mühle als Ausstellungsobjekte gesichert und in der Schuhmaschinenfabrik Desma auch eine alte Schuhmacherwerkstatt wieder aufbauen lassen.

mb

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

USA schieben früheren Nazi-Kollaborateur nach Deutschland ab

USA schieben früheren Nazi-Kollaborateur nach Deutschland ab

Rückkehr der "Siedler" und "Desperados"

Rückkehr der "Siedler" und "Desperados"

Sonne, Strand und Meer: Beliebte Strandhotels auf Mallorca

Sonne, Strand und Meer: Beliebte Strandhotels auf Mallorca

Kindergartenfest Bücken

Kindergartenfest Bücken

Meistgelesene Artikel

Riede knapp vor Oyten und Achim auf dem Kreisfeuerwehrtag

Riede knapp vor Oyten und Achim auf dem Kreisfeuerwehrtag

„Rumänische Findelhunde“ erobern Herzen im Sturm 

„Rumänische Findelhunde“ erobern Herzen im Sturm 

18. Fest und viele Fährgäste

18. Fest und viele Fährgäste

„Neues Konzept geht auf“

„Neues Konzept geht auf“

Kommentare