Zwei Brüder vor Gericht / Unfall mit Polizei

Nur einer bekennt sich zum Räderdiebstahl

Achim - Wegen Diebstahls und Unfallflucht hatten sich zwei Brüder, 22 und 23 Jahre alt, aus Achim und Oyten vor dem Achimer Amtsgericht zu verantworten. Die Taten geschahen schon in der Nacht des 29. August vor zwei Jahren.

So sollen sie mit einem VW in die Achimer Brüne-Rustedt-Straße gekommen sein und sich an einem BMW zu schaffen gemacht haben, dessen Räder sie abmontiert und entwendet haben sollen. Das Treiben der Dunkelmänner fiel auf, und die Polizei wurde alarmiert. Als sie sich näherte flüchteten die Täter mit Rädern in dem kleinen Auto. Die Achimer Polizei, die von zwei Seiten gekommen war, traf das Diebesauto dann an einer Kreuzung der Clüverstraße an, wo es zum Zusammenstoß mit einem Polizeiwagen kam.

Die Autoinsassen suchten schnell das Weite, und der die Verfolgung aufnehmende Polizist stolperte am Bordstein, verletzte sich und hatte das Nachsehen.

Der VW führte zu den zwei Brüdern. Während der jüngere aus Achim jede Aussage verweigerte, wollte der ältere reinen Tisch machen, wie er sagte, und gab zu, dass er bei dem beabsichtigten Diebstahl der Räder Schmiere gestanden habe. Am Diebstahl will er nicht weiter beteiligt gewesen sein und mit der Flucht im VW auch nichts zu tun gehabt haben. Die Namen von Komplizen gab er nicht preis. Die Rede war auch von einem dritten Mann.

Weder der die Tat beobachtende Autobesitzer noch die Polizisten konnten genaue Angaben zur Zahl der Täter, ihrer Beteiligung und ihrem Aussehen machen.

Da der Jüngere „mauerte“, blieb auch der Staatsanwältin nur, auf Freispruch mangels Beweisen zu plädieren.

Bei dem geständigen älteren Bruder, der auch schon eine Jugendstrafe zur Bewährung wegen Diebstahls in seinem Register hat, hielte sie eine Freiheitsstrafe von drei Monaten zur Bewährung für angemessen.

Dem entsprach Richter Andreas Minge jedoch nicht, Er beließ es bei einer Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu 10 Euro.

Zur Begründung führte er an, die Vorstrafen seien Jugendsünden. Ohne das Geständnis des Angeklagten hätte man auch ihm überhaupt nichts nachweisen können, sondern ihn freisprechen müssen. So nutze er die gesetzliche Möglichkeit, statt einer Freiheitsstrafe bis zu sechs Monaten eine Geldstrafe zu verhängen. Den Prozess beobachtet hatte auch der sehr aufgewühlte Vater der beiden Brüder.

mb

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Eskalation: Palästinenser stoppen Kontakt zu Israel

Eskalation: Palästinenser stoppen Kontakt zu Israel

Bilder: Deutsche Frauen holen Sieg gegen Italien

Bilder: Deutsche Frauen holen Sieg gegen Italien

DFB-Frauen auf Kurs EM-Viertelfinale: 2:1 gegen Italien

DFB-Frauen auf Kurs EM-Viertelfinale: 2:1 gegen Italien

Tritt Prinz George in die Fußstapfen seines Vaters? 

Tritt Prinz George in die Fußstapfen seines Vaters? 

Meistgelesene Artikel

Der brennende Mönch: Domfestspiele feiern eine überzeugende Premiere

Der brennende Mönch: Domfestspiele feiern eine überzeugende Premiere

Lautes Gebrüll im Gericht: „Mann, die da waren das!“

Lautes Gebrüll im Gericht: „Mann, die da waren das!“

Vom Männerballet bis Lucky Luke: Kirchlinter Schützen feiern unkonventionell

Vom Männerballet bis Lucky Luke: Kirchlinter Schützen feiern unkonventionell

Vorsicht gegenüber der Weser-Robbe

Vorsicht gegenüber der Weser-Robbe

Kommentare