Fachausschuss berät Lösung für Verkehrsprobleme im Nordkreis

Zukunft auf zwei Rädern

Die Ueser Brücke ist wie die Verdener Nordbrücke ein Nadelöhr.  
Foto: Sperling
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Die Ueser Brücke ist wie die Verdener Nordbrücke ein Nadelöhr. Foto: Sperling

Landkreis – Die Zukunft des Individualverkehrs findet zu einem guten Teil auf zwei Rädern statt. Der Eindruck jedenfalls ergibt sich, wenn man den Planern im Kreishaus bei der Entwicklung der Konzepte für die Zukunft über die Schulter sieht. Was das Verkehrskonzept für den Südkreis bereits nahegelegt hat, scheint sich auch für den Nordkreis anzudeuten. Im Fachausschuss des Kreistags zeigte sich bei der Beratung über den aktuellen Stand, dass auch das Straßensystem im Kreisgebiet für Fahrradfahrer eine neue Struktur bekommen könnte.

Etwas enttäuscht war Herfried Meyer, dass die Arbeit am Verkehrsgutachten für den Nordkreis stockt. Das beratende Mitglied des Planungs-, Wirtschafts-, Verkehrs- und Bauausschusses hatte der Vorlage der Verwaltung entnommen, dass die Fortsetzung derzeit nicht für sinnvoll erachtet wird, weil die Straßenbauprojekte an der Ueser Kreuzung, die Anbindung von Amazon und Achim-West die Verkehrsströme stark verändern werden. Der Arbeitskreis mit Vertretern der Stadt Achim, der Gemeinden Langwedel, Thedinghausen, Oyten, Ottersberg und des Landkreises hatte deshalb entschieden, dass bis dahin Vorarbeiten für ein Gutachten wie Zählungen nicht sinnvoll seien.

Den Bedarf, einen Überblick über die Verkehrsströme und die Probleme zu haben, machte nicht nur Herfried Meyer deutlich. Auch Joachim Otten (CDU) wünschte sich, dass die Arbeit fortgesetzt wird.

„In Achim ist gerade zu vieles im Fluss“, wies Landrat Peter Bohlmann noch einmal auf die Gründe hin. Allerdings habe sich bereits ein ähnliches Ergebnis wie im Südkreis angedeutet. Bei der Suche nach Lösungsmöglichkeiten, vor allem um den Allerübergang in Verden herum, habe sich gezeigt, dass es die eine große Lösung nicht gebe. Punktuelle Maßnahmen, da wo es an den heranführenden Straßen hakt, könnten die Situation entschärfen. Realistische Entlastungen seien durch die Stärkung des öffentlichen Personennahverkehrs und der Nutzung des Fahrrades zu erreichen. Ähnliches zeichne sich in Achim, vor allem am Weser-Übergang an der Ueser Brücke ab.

Der Landrat erwartet, nicht zuletzt auch als Ausfluss der Beratungen in der Arbeitsgruppe „Verkehrs- und Mobilitätskonzept Südkreis“, dass sich das Straßennetz im Kreisgebiet verändern wird. In den Gemeinden werde bereits an Mobilitätskonzepten gearbeitet und sogar an der Umsetzung. Als Beispiel nannte Bohlmann die geplante Radroute zwischen dem Verdener Bahnhof und den BBS, die Verbindung von Verden über die Aller nach Wahnebergen und den Achimer Radschnellweg zwischen Bahnhof und Mahndorf. Es zeichne sich ab, dass diese schnellen Verbindungen zu einem Netz von Achsen zwischen den Gemeinden mit Anbindung an die Bahnhöfe ausgebaut werden könnten. „Bei den Radschnellwegen reden wir von vier Metern Breite. Und sie können unabhängig von Straßen geführt werden“, sagte Bohlmann.  kle

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