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Zufriedene Gesichter: Bilanz des Achimer Weihnachtsmarkts 2022

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Von: Dennis Bartz, Christian Walter

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Bilanz beim Achimer Weihnachtsmarkt: Schausteller und Uga sind zufrieden mit den 22 Tagen, die die Veranstaltung gedauert hat – in Achim so lange wie noch nie.
Bilanz beim Achimer Weihnachtsmarkt: Schausteller und Uga sind zufrieden mit den 22 Tagen, die die Veranstaltung gedauert hat – in Achim so lange wie noch nie. © Christian Walter

Drei Wochen Weihnachtsmarkt – für Achim war das in diesem Jahr eine Premiere. So lange konnten die Besucherinnen und Besucher sich noch nie zwischen Lichterketten und Kinderkarussell, mit Glühwein in der Hand und Schmalzkuchen, Crêpes oder Bratwurst im Mund vergnügen. Am Freitagabend um 20 Uhr war dann Schluss, und sowohl die Schausteller als auch die Unternehmergemeinschaft Achim (Uga) zeigten sich zufrieden, als sie Bilanz zogen.

Uga-Vorsitzender Ingo Freitag erklärte: „Der Wechsel an den neuen Standort auf dem Alten Markt hat sich gelohnt. Die Stimmung dort war gut, und auch mit dem Besuch sind wir insgesamt sehr zufrieden. Lediglich an den ganz kalten Tagen mit annähernd minus zehn Grad Celsius haben sich die Besucherinnen und Besucher nur an den Ständen aufgehalten, an denen es heiße Getränke und warme Speisen gab, und sind danach wieder gegangen. Darunter haben die anderen Stände ein wenig gelitten.“ An den wärmeren Tagen habe sich der Besucherstrom dann aber wieder über den gesamten Markt verteilt.

Die Besucher haben das wirklich sehr, sehr gut angenommen. Die fanden das toll hier auf dem Alten Markt.

Schausteller Alex Stummer

Das bestätigt auch Schausteller Alex Stummer. Familienfreundlich sei die Frostwoche nicht gewesen. Für kleine Kinder, die mit Oma und Opa auf den Markt kommen, sei so ein Wetter nichts. „Alles bis null Grad Celsius ist in Ordnung, aber darunter geht niemand mehr ins Kinderkarussell, da werden die Hände ja sofort eiskalt.“ Ansonsten aber „sind wir tatsächlich im Großen und Ganzen zufrieden. Die Besucher haben das wirklich sehr, sehr gut angenommen. Die fanden das toll hier auf dem Alten Markt.“ Gefreut habe er sich auch über die regelmäßige Präsenz von Bürgermeister Rainer Ditzfeld, wie Stummer, sowohl Mitveranstalter als auch Uga-Mitglied, betont.

Die um sechs Tage verlängerte Laufzeit des Achimer Weihnachtsmarkts habe die zwischenzeitliche Periode mit Minusgraden gut kompensieren können. Über diesen zeitlichen Aufschlag sei schon 2019, beim letzten Vor-Corona-Weihnachtsmarkt in Achim, gesprochen worden, als es ein verregnetes Wochenende mit geringen Umsätzen gegeben habe. Die drei Wochen im Jahr 2022 seien also keine Reaktion in der Planung auf absehbar hohe Energiekosten und die Rekord-Inflation als Folgen des Ukraine-Krieges gewesen, wenngleich auch hier die Verlängerung und damit die zusätzlichen Einnahmen die Umsatzbilanz der Schausteller noch einmal abfedernd zu Buche schlugen.

Dennoch spielte diese Situation auch eine Rolle. „Wir haben beim Strom einiges gespart“, sagt Stummer. Durch Maßnahmen wie LED-Beleuchtung, weniger Scheinwerfer auf dem Platz, die auch später eingeschaltet worden seien als sonst, oder Lichterketten, die gar nicht leuchteten, sondern rein als Deko fungiert hätten, sei man auf eine geschätzte Stromersparnis von 30 Prozent gekommen, überschlug Stummer am Freitag. Das entspreche ungefähr 1 500 bis 2 000 Kilowattstunden, die die Veranstaltung nicht verbraucht habe. In seiner Wichtelbar leuchtete zudem nur jede zweite Lampe an der Budendecke, und für die Glühwein-Temperierung habe man Durchlauferhitzer statt großer Töpfe benutzt. „Die laufen nur dann, wenn gerade gezapft wird. Die Kochtöpfe müssen die ganze Zeit heiß gehalten werden“, erklärte der Schausteller die Energieeinsparung in dem Bereich.

Am letzten Veranstaltungstag sind einige der rund 40 Weihnachtsbäume auf dem Gelände an Menschen mit kleinem Geldbeutel verschenkt worden. „Das machen wir am Ende immer so auf unseren Märkten“, sagte der 28-Jährige. Eine Aktion, von denen alle etwas haben: Die neuen Besitzer sparen sich das Geld für einen Baum zum Fest, und die Schausteller die Entsorgung.

Und nach dem Weihnachtsmarkt ist vor dem Weihnachtsmarkt. Jetzt geht es für Stummer und sein Team mit ihren Buden und Wagen erst mal ins Winterquartier, wo das Equipment geprüft, gereinigt und renoviert wird. Der Abbau des Achimer Weihnachtsmarkts erfolgte noch am Freitagabend, sodass alle Beteiligten am Samstag in Ruhe Weihnachten feiern konnten. Für die Zeit vor Weihnachten 2023 liefen die Gespräche für eine erneute Bespielung des Weihnachtsmarkts in Achim bereits. Das bestätigt auch Ingo Freitag: Der Uga-Vorsitzende betont, er könne sich gut vorstellen, an dem neuen Konzept auch im kommenden Jahr festzuhalten.

Von Christian Walter und Dennis Bartz

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