An Borsteler Landstraße

Zentrales Café: Parkplätze klar nachweisbar

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Früher freies Parken, heute für die Allgemeinheit gesperrt: die zu einem Geschäftshaus der Innenstadt gehörende private Freifläche Am Markt in Höhe Herbergstraßen-Einmündung. Alles legitim und nachvollziehbar, urteilt der städtische Bauressort-Chef Steffen Zorn.

Achim - Es gebe rund 20 Parkplätze, die schon die Firma Froböse an der nahen Borsteler Landstraße erworben habe. Sie stünden nun dem jetzigen Eigentümer des zentralen Geschäftsgebäudes und damit auch den Kunden der Garde-Stadtbäckerei zur Verfügung, die hier mit einem deutlich vergrößerten Café im Erdgeschoss einziehen wird.

Dies erfuhr das Achimer Kreisblatt aus der Familie des früheren Besitzers als Reaktion auf Aussagen in der jüngsten Stadtratssitzung. Annameta Rippich (CDU) hatte dort wie berichtet bezweifelt, dass es überhaupt genügend Parkraum für die Besucher des großen Café mit allein 70 Innenplätzen und dem Bäckerei-Angebot gebe.

Steffen Zorn, Leiter des Bauressorts in der Stadtverwaltung, bestätigte auf Nachfrage, dass entsprechend private Parkplätze nachgewiesen werden könnten. Es sei eventuell auch das städtische Gelände des früheren Baumplatzes beim Rathaus noch mit einzubeziehen.

Die Borsteler Landstraße. Hier stünden noch 18 bis 20 Café-Parkplätze zur Verfügung, die schon von den Besitzern des früheren Geschäftshauses Froböse dazugekauft worden waren.

Natürlich gebe es im Übrigen die Möglichkeit des Ablöseverfahrens: Ein Geschäft, das selbst nicht genügend Parkplätze in der näheren Umgebung bereitstellen kann, befreit sich von dieser Pflicht, indem es pro Platz einen bestimmten Geldbetrag an Stadt oder Gemeinde zahlt. Ablösen sei aber hier im Zentrum mit ohnehin schon knappem Parkraum wenig sinnvoll, so Zorn.

Dass die Plätze an der Borsteler Landstraße schon ohne Café oft komplett belegt sind, sei eine andere Frage und gegebenenfalls zu überlegen, was daran zu ändern sei.

Nachvollziehbar und rechtlich zulässig ist es laut Zorn auch, wenn der Inhaber eines Geschäftshauses dazugehörige private Parkflächen für die Allgemeinheit sperre und speziell für Kunden reserviere. Eine solch größere Freifläche im Bereich Am Markt/Einmündung Herbergstraße wurde früher allgemein zum Parken genutzt, ist aber jetzt durch Schranke und Betonpoller abgesichert und nur Legitimierten vorbehalten.

Hierüber ärgerten sich manche Bürger schon. Dass aber Geschäftsleute in der engen Innenstadt, die selbst auf ihren Grundstücken noch Parkmöglichkeiten anbieten können, dies zunächst zu Gunsten der eigenen Kundschaft nutzen, sei ihnen kaum vorzuwerfen. - la

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