Richtfest für zweites Bau-Wo-Großprojekt

Zehn-Millionen-Logistikhalle: In Rekordzeit bis zum Rohbau

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Polier Jürgen Lutter kippte manches Gläschen bei seinen gereimten Lobesworten an die am Hallenprojekt Beteiligten und beim Richtspruch. Der Auftritt mit Assistentin kam gut an. Richtig hoch aufs Dach gezogen wurde der Kranz dann aber erstmal nicht.

Achim - Namen wie Mercedes und Coca Cola brachte die in Hannover ansässige Bau-Wo-Grundstücksgesellschaft schon nach Achim – ins erste von ihr verwirklichte, riesige Logistikzentrum im Gewerbegebiet Ost. Jetzt am Donnerstag wurde an der Käthe-Kruse-Straße schon das Richtfest für den zweiten Hallen-Großbau gefeiert.

Und wenn es dafür Flächen gebe, „würden wir hier noch ein drittes Logistikzentrum bauen“, machte Bau-Wo-Geschäftsführer Bernd Rathenow im Gespräch mit dieser Zeitung deutlich. Die Beliebtheit des Wirtschaftsstandorts Achim mit seinen Autobahnschlüssen und anderen günstigen Verkehrsanbindungen bleibt also ungebrochen.

Rund zehn Millionen Euro kostet der Hallenneubau mit 10.000 Quadratmetern Lager- plus 300 Quadratmetern Bürofläche auf dem 24.000-Quadratmeter-Grundstück. Bis Ende des Jahres soll alles fertig sein.

Mit drei Mietern werde noch verhandelt, von denen jeder mehr oder weniger die Gesamt-Lagerfläche nutzen wolle, erläuterte Rathenow. Die Interessenten kämen aus der Speditions- beziehungsweise Autoteile-Branche. Namen ließ sich der Bau-Wo-Geschäftsführer noch nicht entlocken. Die neue Halle werde etwa 40 bis 50 Arbeitsplätze bringen, schätzt er.

Als „rekordverdächtig“ bezeichnete der Achimer VizeVerwaltungschef Bernd Kettenburg die Zeitspanne von nur rund drei Wochen vom Bauantrag für die Halle bis zur Baugenehmigung durch die zuständige Landkreisbehörde. Das sei nur möglich gewesen, weil die eingereichten Bauanträge absolut professionell abgefasst wurden. Als Generalunternehmer für das Bauprojekt war die Bremer Hamburg GmbH von der Bau-Wo eingeschaltet worden.

Kettenburg zeigte sich im Übrigen erfreut darüber, dass dieses etwas abgelegenere und deshalb nicht leicht vermarktbare große Gewerbegrundstück der Stadt doch noch gut abzusetzen war. Es sei zudem damit zu rechnen, dass es nun bald weitere Einnahmen im städtischen Haushalt gebe, die dringend gebraucht würden. Kettenburg wünschte abschließend den Hallen-Investoren lange Nutzungszeiten.

Dank an Zusammenarbeit mit Behörden

Bernhard Rückert, zweiter Geschäftsführer der Bau-Wo, freute sich sehr über die anerkennenden Worte zum professionellen Bauantrag. Er dankte seinerseits Stadt Achim und Landkreis sowie allen anderen am Bauprojekt Beteiligten für gute Zusammenarbeit. Außerdem nannte er noch einige beeindruckende Zahlen: 327 Tonnen Stahl wurden in dieser Halle verbaut, und 76 Stützen tragen sie. Das schwerste Einzelteil wiegt 25 Tonnen. Und vom Baubeginn bis zum fertigen Rohbau samt Richtfest dauerte es nur vier Monate.

Die offizielle Zeremonie mit Richtkranz und Richtspruch übernahm in humorvoller Art Polier Jürgen Lutter zusammen mit seiner Assistentin. Er wünschte natürlich dem Vorhaben alles Gute und trank dann so oft auf das Wohl der jeweils Beteiligten ein Schnapsglas leer, dass er am Schluss schwankend die hochgefahrene Rednerplattform verließ. Sein Zustand war natürlich nur gespielt. Dieser Jürgen Lutter ist ansonsten vielen besser bekannt als Stadionsprecher des früheren Fußball-Bundesligisten SC Paderborn.

la

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