Olaf Dykau zum Ehrenbrandmeister ernannt

Zapfenstreich für große Feuerwehrmänner

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Abschied und Begrüßung vor eindrucksvoller Kulisse: Der neue Stadtbrandmeister Frank Boblat (von links), der scheidende Stellvertreter Ralf Mühlenstedt, Ehrenbrandmeister Olaf Dykau, der neue Stellvertreter Klaus Mindermann sowie sein Kollege Hans Hoffmann.

Achim – Von Sandra Bischoff. Der Rat hat den langjährigen Stadtbrandmeister Olaf Dykau am Donnerstagabend zum ersten Achimer Ehrenbrandmeister ernannt. Einstimmig gab das Gremium sein Votum zu der besonderen Auszeichnung.

Anlass war die Verabschiedung Dykaus und dessen Stellvertreters Ralf Mühlenstedt. Im Vorfeld hatte Bürgermeister Rainer Ditzfeld Frank Boblat zum neuen Chef der Achimer Feuerwehr und Klaus Mindermann zu dessen Stellvertreter ernannt. Bengt Vast wurde im Amt des stellvertretenden Ortsbrandmeisters Baden bestätigt.

„Ich bin sicher, dass unser Stadtkommando die richtige Entscheidung getroffen hat“, sagte der Bürgermeister bei der Ernennung des neuen Führungsduos, das für sechs Jahre ins Ehrenbeamtenverhältnis gewählt wurde. Er wolle die Sicherheit der Bürger mit hoher Qualität gewährleisten, versprach der neue Chef Boblat.

Ditzfeld lobte das Engagement des stellvertretenden Stadtbrandmeisters Ralf Mühlenstedt bei dessen Entlassung aus dem Ehrenbeamtenverhältnis. Dieser war drei Wochen vor seinem zwölften Geburtstag in die Jugendfeuerwehr Achim eingetreten. und seit März 2001 Stellvertreter Dykaus. Der 59-Jährige habe das Amt „zum Wohle der Allgemeinheit in toller Art und Weise ausgefüllt“, sagte Ditzfeld und dankte dem Polizisten für die Zeit, die er für sein Engagement geopfert habe. Mühlenstedt bleibt der Achimer Feuerwehr als stellvertretender Ortsbrandmeister erhalten.

Fröhlich winkend laufen Olaf Dykau und Ralf Mühlenstedt die Reihen ab.

Mit elf Jahren war Olaf Dykau 1973 den Brandschützern in Uphusen beigetreten. Ab 1991 bekleidete er dort die Position des stellvertretenden Ortsbrandmeisters, bevor er 2001 Chef aller Achimer Feuerwehrleute wurde. In dieser Zeit habe Dykau den Neubau von Feuerwehrhäusern und die Einführung der Kinder- und Jugendfeuerwehr begleitet. 

Rund 20 Stunden pro Woche habe sich Dykau, der auch stellvertretender Kreisbrandmeister ist, für die Feuerwehr Achim engagiert, sagte Ditzfeld und rechnete die Stundenzahl auf die 28 Jahre hoch, in denen der 57-Jährige eine ehrenamtliche Position bekleidet hat. Das Ergebnis: fast 14 Jahre Engagement für die Feuerwehr. Zum Abschluss ernannte Ditzfeld Dykau zum Ehrenbrandmeister der Stadt. Diese Auszeichnung hatte es zuvor noch nie gegeben. „Wenn sie einer verdient hat, dann du“, erklärte der Bürgermeister.

„Es ist für uns nicht selbstverständlich, was ihr beide geleistet habt“, sagte der Ratsvorsitzende Bernd Junker. „Die Menschen haben es euch zu verdanken, dass die Feuerwehr in Achim gut mit Technik, Fahrzeugen und Feuerwehrhäusern ausgestattet ist. Ihr habt eine Menge für die Bürger getan.“

Annameta Rippich, Vorsitzende des Feuerwehrausschusses des Rates, erklärte, es sei nie um die Wünsche der Feuerwehr gegangen, sondern immer um den notwendigen Bedarf. Das bekräftigte auch Kreisbrandmeister Hans-Hermann Fehling. Er dankte Dykau für viele Jahre konstruktive Zusammenarbeit. „Olaf und Ralf haben sich weit über das normale Maß hinaus in den Bereichen des Brandschutzes für Achim und den Landkreis verdient gemacht“, betonte er und dankte auch den Ehefrauen für ihre Unterstützung.

Olaf Dykau fiel der Abschied sichtlich schwer, als er seinen Kameraden dankte. „Die Zeit ist wie im Flug vergangen. Ein Stadtbrandmeister kann nur so gut sein wie sein Team, und meins stand immer hinter mir“, sagte er mit Tränen in den Augen.

Es habe mit der Politik und der Verwaltung immer eine konstruktive Zusammenarbeit gegeben, nicht immer ganz einfach, „aber im Sinne der Sache haben wir jedes Mal einen Konsens gefunden“. Die Sicherheit der Bürger habe für ihn in all den Jahren an erster Stelle gestanden.

Auf dem Bibliotheksplatz hatten sich die Ortsfeuerwehren aus dem Stadtgebiet eingefunden. Mit Fackeln in der Hand stellten sich die Frauen und Männer in Uniform vor den Löschfahrzeugen auf, um Olaf Dykau und Ralf Mühlenstedt zu verabschieden. In einem historischen Fahrzeug ging es zum Achimer Feuerwehrhaus, wo der Abend in geselliger Runde ausklang.

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