Mit Zahlen durch Achim

Gästeführerin Elke Gerbers zeigt Touristen und Neubürgern seit 25 Jahren Achim

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Als Gästeführerin hat Elke Gerbers einen Blick für alte Gebäude wie das Amtsgericht an der Obernstraße. 

Achim - Von Sandra Bischoff. Elke Gerbers hat zwei Leidenschaften: die Stadt Achim und Zahlen. Beides bringt sie seit mittlerweile 25 Jahren als Gästeführerin zusammen. „Achim war früher ein Bauerndorf. Wie es damals hier aussah und wie es sich im Lauf der Jahrhunderte verändert hat, das finde ich spannend“, sagt die Gästeführerin.

Premiere feierte die heute 77-Jährige im Juni 1993 bei der Einweihung des neuen Rathauses. Zuvor hatte sie sich bei der Ländlichen Erwachsenenbildung in Verden zur Gästeführerin ausbilden lassen. „Ohne das geht es nicht“, sagt sie. Dort habe sie zwar das Rüstzeug erhalten, die historischen Daten und Fakten habe sie sich jedoch selbst mühsam zusammensuchen müssen. Aber auch das war kein Problem für die gebürtige Hannoveranerin, die in den 1970er-Jahren mit ihrem Mann und ihrem Sohn nach Achim gezogen war.

„Geschichte war schon immer mein Ding. Ich liebe Geschichtszahlen. Meine Zuhörer mögen das nicht alle, aber eine Zahl hören sie immer von mir: 1091. Das ist das Jahr, in dem Achim das erste Mal urkundlich erwähnt wurde.“ Für Gerbers und ihre drei ebenfalls ehrenamtlichen Kollegen ist zurzeit Hochsaision. „Jetzt kommen die Touristen.“ Aber auch Neubürger, Schulklassen und Interessierte, die Verwandte in Achim besuchen, zählen zum Kreis derjenigen, die eine Gästeführung buchen. Neben klassischen Rundgängen durch die Stadt seien es vor allem die Themen-Spaziergänge wie die Denkmal- oder die Kirchenführung oder die Tour extra für Kinder, die nachgefragt würden. Neu im Programm hat Gerbers eine Führung mit Rollstuhl und Rollator (wir berichteten). Auch wenn Gerbers noch lange nicht ans Aufhören denkt, hat sie nichts gegen neue Gästeführer. „Wir freuen uns über neue Mitstreiter, aber wir legen Wert auf eine Ausbildung“, sagt Gerbers. Es sei nicht einfach, Nachwuchs zu finden, berichtet sie. „Manche möchten zwar mehr über die Stadt, in der sie leben, erfahren, aber trauen sich nicht, sich vor Leute zu stellen und zu erzählen.“ Zudem erfordere das Ehrenamt viel Eigeninitiative. Sie selber ziehe ihr Wissen nicht nur aus Büchern, sondern auch aus Gesprächen mit Mitgliedern des Heimatvereins und der Geschichtswerkstatt.

Als nächster Termin der Gästeführung steht am Freitag, 20. Juli, um 16 Uhr das Angebot für Kinder unter dem Motto „Von Räubern, Gefangenen und einem großen Knall“ auf dem Programm. Treffpunkt ist die Tourist-Information an der Obernstraße 38. Erwachsene treffen sich ebenfalls dort, wenn es am Freitag, 3. August, um 18 Uhr heißt: „Achim zur Jahrhundertwende – Ein Umbruch“. Erwachsene zahlen fünf Euro, Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren sind mit drei Euro dabei.

www.achim.de

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