Baden räumt auf und Badenermoor macht mit / Auch Lebensmittel und Hundekot gefunden

„Wurfgeschosse“ in Hecken entsorgt

Wolfgang Schotten sammelte die Säcke an der Bahnhofstraße ein.

Baden/ Badenermoor – Seit mehr als zehn Jahren säubern Frewillige – darunter die Feuerwehr, Badener Vereine, Grundschüler und Familien – im Frühjahr den Ortsteil Baden von achtlos hinterlassenem Unrat. Die Initiative ging und geht von Christiane Cordes aus. Am Samstag stand in Baden wieder „Großreinemachen“ an.

Rund 80 Personen trafen gegen 9 Uhr am Badener Feuerwehrhaus ein und strömten dann gruppenweise aus. Schwerpunkte waren die Pfingstwiese, der Stadtwald, das Öllager und die Sandkuhle. Ausgestattet mit Warnwesten sowie Plastiktüten oder Eimern, rückten sie mehr als zwei Stunden lang dem vermutlich zum Teil auch gezielt in der Natur „entsorgten“ Müll zu Leibe. Die Feuerwehr Baden half mit ihrem Fuhrpark beim Transport in die abgelegenen Gebiete. Mit einem Anhänger wurden die Säcke zum Container an der Bahnhofsstraße/ Ecke Wätjens Barg gebracht. Anschließend gab es im Feuerwehrhaus Bratwurst und Kaltgetränke.

Das Ergebnis der Aufräumaktion: Stapelweise Zeitungen, Papiertaschentücher, Holzreste, Elektronikteile, Glas- und Plastikflaschen, Ölkanister, zum Teil mit Altöl sowie Farbeimer mit und ohne Inhalt. Kuriose Fundstücke waren eine Schubkarre und abgepackte Lebensmittel. Besonders ärgerlich war, dass Hundebesitzer die Hinterlassenschaften ihrer Tiere zwar in einer dafür vorgesehene Plastiktüte verpackt hatten, diese aber als „Wurfgeschosse“ in Hecken und Sträuchern platziert hatten. Aber auch ein zunehmend umweltbewusstes Verhalten vermeldeten die Helfer am Öllager und am Kanal Richtung Hagen-Grinden. Erwähnenswert ist die Leistung von Familie Ruhnkes Hund Balu: Das Tier sprang zum Müllsammeln ins Wasser.

Einen Tag später fand die gleiche Aktion in Badenermoor statt. „Wir machen es am Sonntag, da dann die Roedenbeckstrasse nicht so stark befahren ist“, sagte Gerlinde Ellmers. Die Dorfgemeinschaft bewegte sich mit gut 25 Personen entlang der Roedenbeckstrasse und in der angrenzenden Natur. Auch hier sammelten die fleißigen Helfer alles, was nicht in die Landschaft gehört, und brachten es in die gemeinsam mit Baden genutzten Container. Die Ausbeute: mehr als 70 Wein- und Prosecco-Flaschen, Fenster- und Türenteile, kartonweise Laminatreste, Reifen und Eisenstücke. Der Eintopf von Rüdiger Nixdorf und das gemütliche Beisammensein auf dem Dorfgemeinschaftsplatz rundeten die Aufräumaktion in Badenermoor ab. hem

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