Er wurde 100 Jahre / In Achim fast legendär

Nachruf auf Vinzenz Benesch

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Kurz vor seinem 100. Geburtstag im Februar: Vinzenz Benesch gut gelaunt im Clüverhaus-Café. Archivfoto: Laue

Achim - Vinzenz Benesch ist tot. Am Sonntagabend verstarb er 100-jährig im Krankenhaus. In Achim war er „bekannt wie ein bunter Hund“, wie er vor seinem letzten Geburtstag im Februar selber sagte.

Bis weit in seine 90er Jahre hinein blieb Vinzenz Benesch topfit und äußerst aktiv. Dass er im biblischen Alter noch selbst Auto fuhr, war sogar dem Fernsehen mal einen Beitrag wert.

Bis zum vorigen Jahr betätigte er sich als erfolgreichster Losverkäufer der Achimer Stadttombola, betreute ehrenamtlich etwas jüngere Altersgenossen, denen es nicht so gut ging und schrieb vor wenigen Jahren seine bewegte Lebensgeschichte auf – am Computer. Dass er bei gemütlichen kleinen Feiern mit deutlich Jüngeren gut mithalten konnte, seinen Grappa oder Cognac genoss und stets für humorvolle Beiträge gut war, ist ebenfalls legendär. 2007 bekam er für sein ehrenamtliches Engagement den Achimer Ehrenpreis verliehen.

Der 1915 in Bremen Geborene absolvierte seine kaufmännische Lehre in einer dortiger Tabakfabrik. Er überlebte den Krieg als Soldat in einem Fernmeldebataillon, lernte damals beim Aufenthalt in einem sächsischen Kurort seine spätere Frau Gerda kennen und hat mit ihr zusammen einen – jetzt schon 70-jährigen – Sohn und eine Tochter. Zwei Enkelinnen und ein 14-jähriger Urenkel verstärken inzwischen die Familie.

Nach der Rückkehr in seine Heimatstadt arbeitete der Bremer bei Borgward als Disponent und dann bis zum Ruhestand 1978 bei den Überlandwerken Nord-Hannover.

Als Rentner zog er mit seiner Frau nach Achim in ein eigenes Haus in der Volgelsiedlung. Ehegattin Gerda, mit der er so gern Reisen unternahm, verstarb im Jahr 2003.

Auf regelmäßige Reisen sogar nach Kanada verzichtete Vinzenz Benesch auch danach neben den vielen anderen Aktivitäten nicht.

Bekannt war auch seine optimistische Lebenseinstellung, die er gern in dem Satz „Ich weiß nicht, was morgen ist, aber ich plane für übermorgen““ zusammenfasste.

Vinzenz Benesch schien unverwüstlich. Doch nun ging auch sein erfülltes Leben zu Ende.

la

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