Broschüre geht an zig Betriebe im Landkreis

Zehntklässler suchen Ausbildungsplatz

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„Eine(r) von uns“ heißt die Broschüre mit den Steckbriefen der Zehntklässler der Liesel-Anspacher-Schule, die hier von Rektor Dominik Lerdon und Henry Och vom Rotary-Club Achim beim Pressetermin im Schulforum in Plakatform präsentiert wird. Mit auf dem Foto sind Klassenlehrerin Elke Schleusner sowie weitere professionelle und ehrenamtliche Unterstützer des „Schulschiff-Projekts“.

Achim - Industriemechaniker oder Tischler möchte ein junger Mann werden, ein anderer orientiert sich „in Richtung Polizei oder Zoll“, ein Dritter strebt eine Lehre in der Altenpflege an, während Mitschülerinnen Friseurin, Erzieherin oder Restaurantfachfrau werden wollen. Die Zehntklässler der Liesel-Anspacher-Schule suchen einen Ausbildungsplatz – und werden dabei kräftig unterstützt.

„Eine(r) von uns“ heißt die frisch gedruckte Broschüre, in der sich die 20 Schülerinnen und Schüler der Klasse 10a mit ihren Stärken, Interessen und eben Berufswünschen in kleinen Steckbriefen vorstellen. Das 40 Seiten dicke Heft sei das Ergebnis des „Schulschiff-Projekts“, sagte Dominik Lerdon, Leiter der Liesel-Anspacher-Schule, bei der Präsentation im Beisein der beteiligten Akteure im Forum der Achimer Hauptschule.

Neben den Zehntklässlern und ihrer Klassenlehrerin Elke Schleusner begrüßte der Rektor insbesondere Eginhard Engelke, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, Imke Thielker von der Arbeitsagentur, die Rotarier Henning Struckmann, Henry Och und Jürgen Hille, die schulischen Berufseinstiegsbegleiter Tim Schwarmann und Anke Randecker sowie den ehrenamtlichen Helfer Uwe Holmes. Die Broschüre, die im August während eines mehrtägigen Aufenthalts der Schülerinnen und Schüler auf dem „Schulschiff Deutschland“ in Bremen-Vegesack vor allem mit Unterstützung des Rotary-Clubs Achim erstellt wurde, werde in diesen Tagen an 800 bis 900 Betriebe im Landkreis Verden verschickt.

Zudem dienen fünf im Schulforum aufgestellte Stellwände dem Ziel, den Jugendlichen den Weg ins Berufsleben zu ebnen. Ein Teil der derzeit rund 120 freien Ausbildungsplätze im Kreis Verden seien dort vermerkt, informierte Lerdon.

Schnell auf Rückmeldungen reagieren

„Ich hoffe, dass sich etliche Firmen melden werden“, sagte Henry Och vom Rotary-Club. Am Ende der Broschüre seien alle Berufswünsche in einem Stichwortverzeichnis übersichtlich aufgelistet.

Bereits seit 2007 werde das Schulschiff-Projekt über die Rotary-Stadttombola finanziert, erinnerte Jürgen Hille, Vorsitzender des Rotary-Stadttombola-Vereins. „Aber beim Losverkauf helft ihr ja mit und gebt damit was zurück“, merkte er mit Blick auf die Zehntklässler an.

Dabei müssten sie ja auf Leute zugehen, meinte Och. „Das ist also auch eine Art Bewerbungstraining.“

Rektor Lerdon legte den Jugendlichen ans Herz, schnell auf Rückmeldungen von Firmen zu reagieren. Im vorigen Jahr habe ein Personalverantwortlicher eines Betriebs in der Schule angerufen und nach einem bestimmten Ausbildungsplatz-Aspiranten gefragt, der dann umgehend in dem Unternehmen zurückgerufen habe. „Er war damit schneller als 40 Mitbewerber und bekam die Stelle.“ - mm

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