Poetry Slam Workshop im Kasch 

Worte drehen und verdichten

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Die Seminarleiter und erfahrenen „Slammer“ Sim Banse alias Simon Buß (links) sowie Sebastian Butte (Slammer Filet) aus Bremen führten alte und junge Seminarteilnehmer in die faszinierende Welt des Poetry Slam. - Foto: 

Achim - Einblicke in die Welt moderner Vortragswettbewerbe erhielten Interessierte am Sonnabend in der Zeit von 11 bis 16 Uhr In den oberen Seminarräumen des Kulturhauses Alter Schützenhof (Kasch).

Während der fünf Stunden sammelten sie das notwendige Rüstzeug für Wortfindung, Darstellung und Bühnenpräsentation. Am Ende traten sie dann selbst in den Ring beziehungsweise auf die Bühne.

Wie wecken erfolgreiche „Slammer“ die Neugier ihrer Zuhörer? Wie filtern sie ihre Themen? Antworten auf diese Fragen und andere sowie konkrete Handlungsvorschläge lieferten die Bremer Sim Banse alias Simon Buß sowie Sebastian Butte (Slammer Filet).

„Themen der Romantik beispielsweise haben früher die Leser begeistert, aber funktionieren heute nicht mehr“, erklärt Sim Banse. „Wir müssen Themen aufgreifen, die uns selbst interessieren und diese authentisch ins Publikum tragen.“

Den Einstieg bereitete eine einfache Übung: Jeder schrieb den Namen der Mutter und den eigenen, das Lieblingstier und den Lieblingsautor sowie etwas äußerst Unliebsames auf einen Zettel. Der Nachbar musste in Worten ausschweifend die Begriffe umschreiben, ohne sie selbst zu benennen.

Auf diese Weise entstand auf einfache Art ein Synonym-Wortwerk, ein literarisches Rätselwerk, das den Zuhörer automatisch fesselte. Viele weitere Seminarinhalte folgten, und am Ende des Workshops präsentierten die Teilnehmer eigene Beiträge.

„In nur fünf Stunden haben unsere Neu-Poeten ein beachtliches Programm auf die Beine gestellt“, resümiert Sebastian Butte, „die Resonanz hätte sicher besser sein können, aber durch die geringe Teilnehmerzahl konnten wir sehr viel intensiver arbeiten.“

Auch das Fazit von Mitinitiator Luca Tietje fällt positiv aus: „Von der Ideenfindung bis hin zum Bühnencoaching war alles dabei. Das war ein packender, interaktiver Workshop mit viel konstruktiver Kritik am Ende, die alle weitergebracht hat.“

Beim poetischen Clubabend am Mittwoch, 14. September, werden die Ergebnisse präsentiert. Ab 19 Uhr treten dann einige Workshop-Teilnehmer neben insgesamt sechs gestandenen Slammern vor das Publikum und führen ihre Show vor. 

sch

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