MINT-Gymnasiasten im Achimer Vermessungsbüro Ehrhorn

Sie wollen‘s wirklich wissen: Berufeschnuppern in den Ferien

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Technisch-mathematisch-naturwissenschaftlich-informatikbegabte Oberstufenschüler aus dem Landkreis Verden erkundeten die Arbeitswelt im mehrfach ausgezeichneten Achimer Vermessungsbüro Ehrhorn. Betreut wurden die motivierten Ferienbesucher von Vermessungstechniker Lars Hopmann (Vierter von links) und natürlich vom Firmenchef Uwe Ehrhorn (Vierter von rechts) persönlich.

Achim - Eine Ferienwoche opfern, um täglich bei ein oder zwei Firmen des technisch-naturwissenschaftlichen Sektors in die Berufswelt „hineinzuschnuppern“ – das setzt schon starkes Interesse voraus. 26 Mädchen und Jungen, aufgeteilt in drei Gruppen, nehmen derzeit im Landkreis Verden dieses MINT-Schnupper-Angebot wahr.

MINT steht für Mathe, Informatik, Naturwissenschaft, Technik. Die Abteilung „Fachkräfteoffensive“ der Wirtschaftsförderabteilung des Landkreises hat das „bau auf MINT“-Programm zur praktischen Berufserkundung in den Ferien organisiert und die Firmenkontakte hergestellt. In den Schulen wurde um Teilnehmer geworben, für die das Ganze einschließlich eines Bewerbungs- und Teamtrainings kostenlos ist.

Acht Oberstufenschülerinnen und -schüler aus Achim, Verden, Oyten, Kirchlinteln und sogar aus Hassel im Landkreis Nienburg waren jetzt zu Besuch beim mehrfach ausgezeichneten Achimer Vermessungsbüro Ehrhorn an der Georgstraße.

Sie lernten nicht nur moderne Vermessungsgerätschaften kennen, sondern erstellten – mittels Computertechnik und angeleitet von Vermessungstechniker Lars Hopmann – auch Lagepläne ihrer jeweiligen Elternhäuser. Draußen an der Straße wurden ebenfalls einige Daten ermittelt.

Erste Bilanz: „Hat mir gut gefallen“

Das Achimer Büro vermisst im Auftrag Grundstücke, um – wie etwa in neuen Oytener und Achimer Gewerbegebieten geschehen –  Bau-Planern wichtige Informationen über Gelände-Gefälle, Kanäle, Wasserströmrichtungen, Abstände zu Straßen und mehr bereitzustellen.

„Hat mir gut gefallen“, zog Gymnasiast Hauke erste Bilanz des Besuchs bei Ehrhorn. Alle acht Oberstufenschüler könnten sich gut vorstellen, in MINT-Berufen zu arbeiteten, haben sich aber noch nicht konkret festgelegt und waren jetzt beeinndruckt von der Vielfalt dieser Arbeitswelt.

„Die meisten kannten vorher nur nahe Großfirmen aus dem Bereich wie Mercedes oder in Verden Block“, erläuterte Marita Schülbe von der Wirtschaftsförderung des Landkreises. Durch das MINT-Programm hätten nun kleine und mittlere Unternehmen die Gelegenheit, sich als interessante Ausbildungs- und Arbeitsstätten zu präsentieren.

Ziel sei dabei natürlich auch, junge Leute im Landkreis zu halten und ihr Abwandern zu verhindern. Die Berufschancen im MINT-Bereich stünden derzeit sehr gut.

Vor dem Studium der entsprechenden Fächer als solide Basis eine Ausbildung zu absolvieren, sei zudem sinnvoll, meint Firmenchef Uwe Ehrhorn. Dann habe man auf jeden Fall etwas Sicheres in der Hand, falls es mit dem Uni-Abschluss nichts werde.

Sein Sohn, der Vermessungswesen studiert, habe auch schon zuviel Theorie an den Hochschulen beklagt. Gerade technisch-naturwissenschaftliche Talente wollten ihre Kenntnisse jedoch gern praktisch erproben.

Was da in manchem schlummert, erlebte Ehrhorn senior gerade bei einer filmischen Präsentation im Hause mit, als es Probleme mit der Tonübertragung gab. Einer der jungen Besucher untersuchte kurz die Gerätschaften und brachte mit wenigen fachmännischen Handgriffen alles wieder in Ordnung.

Nach der rund dreistündigen Stippvisite in Achim samt Imbiss und auflockernden Tischkicker-Einlagen stand schon das Oytener IDN-Ingenieurbüro als nächste Station auf der Tagesordnung der MINT-mäßig begabten Jugendlichen.

la

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