Gruppe „Achimer Appell“

Sie wollen die Europa-Lethargie vertreiben

+
Die Männer vom Achimer Appell sind nicht mehr die Jüngsten, brennen aber nach wie vor für den europäischen Gedanken und rufen dringend gerade die jungen Menschen dazu auf, unbedingt am 26. Mai das EU-Parlament mitzuwählen. Auf dem Bild, von links: Dirk Ysker, Hans-Ludwig Schröder, Martin Kornstädt, Eberhard Just, Hermann Hoppe, Widu Wittekindt und Joachim Schweers.

Achim – „Wie kriegen wir die Lethargie aus den Köpfen der Menschen, wenn es um Europa und die Europawahl am 26. Mai geht?“ Über diese Frage denkt die Gruppe „Achimer Appell“ schon seit einiger Zeit nach, wie Widu Wittekindt berichtet, der mit dazu gehört.

Alle in dieser Runde stehen hinter dem Satz aus der Präambel des Grundgesetzes: „Wir sind von dem Willen beseelt, in einem vereinten Europa dem Frieden der Welt zu dienen“.

Diesen Gedanken dürfe man sich nicht von rechten Demagogen kaputtmachen lassen, die nur bei der Wahl zum Europaparlament antreten, um dessen Arbeit zu stören und womöglich gar einen Dexit anzustreben – den Austritt Deutschlands aus der EU.

Ein großes Transparent mit der Aufforderung „Europa braucht jede Stimme – auch Deine“ und der Erinnerung an den Wahltermin hat der „Achimer Appell“ bereits anfertigen lassen.

Das Banner wird über dem Rathausbalkon angebracht, kündigt Joachim Schweers an. Zunächst habe es damit Probleme gegeben, weil die Stadtverwaltung dort politische Statements nicht zulassen wollte.

Die „Appell“-Gruppe versteht sich jedoch als überparteilich. Sie gibt auch keine Wahlempfehlung außer der, dass sie EU-Gegner wie die AfD für nicht wählbar hält.

Nur die europäische Einheit sichere durch ihre Grundsätze Demokratie und Rechtsstaatlichkeit in allen Mitgliedsländern, gibt Hans-Ludwig Schröder zu bedenken. Das gesamte „Friedensmodell“ Europa wirke inzwischen weltweit als Vorbild.

Eine Währung, keine Grenzen und die Möglichkeit, in jedem gewünschten EU-Land zur Schule zu gehen und zu studieren – diese Punkte zählte Dirk Ysker auf und machte deutlich: „Europa lohnt sich“.

Leider sei das alles für manche Jüngeren schon zu selbstverständlich geworden, bedauerte Eberhard Just. All die Errungenschaften gelte es aber auch immer wieder zu verteidigen und neue Begeisterung für Europa zu wecken. In diesem Sinne will der „Achimer Appell“ auch durch bunte Flyer und Gespräche an den Wochenmarkt-Sonnabenden vor der Wahl „die Leute wachrütteln“.

„Jeder, den wir dazu bewegen können, zur Wahl zu gehen, ist für uns ein Erfolg “, betont Ysker.

Als besonders vorbildlich hob Schröder noch das Europaengagement des Gymnasiums am Markt hervor, wo mehrere Unterrichtseinheiten zu dieser Thematik laufen. Und in der Realschule wird sich laut Widu Wittekindt die Bremer Europaparlamentarierin Helga Trüpel demnächst der Frage „Warum wähle ich Europa?“ annehmen.

Selbstverständlich gebe es auch berechtigte Kritik an der EU und ihren Gremien, räumte Joachim Schweers ein. Nur wer sein Wahlrecht wahrnehme und sich vorher gut informiere, habe jedoch die Möglichkeit, auch auf Veränderungen Einfluss zu nehmen.  la

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Fotostrecke: Werder-Profis verabschieden sich in den Sommerurlaub

Fotostrecke: Werder-Profis verabschieden sich in den Sommerurlaub

100 Liter pro Quadratmeter: Straßen im Süden unter Wasser

100 Liter pro Quadratmeter: Straßen im Süden unter Wasser

Bewertungen beim Onlineshopping nicht blind vertrauen

Bewertungen beim Onlineshopping nicht blind vertrauen

Der Mann mit der roten Kappe: Niki Lauda bleibt unvergessen

Der Mann mit der roten Kappe: Niki Lauda bleibt unvergessen

Meistgelesene Artikel

Bestes Wetter am Flohmarktstand

Bestes Wetter am Flohmarktstand

Hund beißt zehnjähriges Mädchen in Emtinghausen

Hund beißt zehnjähriges Mädchen in Emtinghausen

Überholmanöver endet mit Unfall: Auto touchiert Traktor und kollidiert mit Baum 

Überholmanöver endet mit Unfall: Auto touchiert Traktor und kollidiert mit Baum 

Wie viel Dodenhof steckt noch in der Einkaufsstadt in Posthausen?

Wie viel Dodenhof steckt noch in der Einkaufsstadt in Posthausen?

Kommentare