Keine oder nichtssagende Antworten zur Wahl

Wirtschaftsbeirat ist riesig enttäuscht

Karl-Heinz Freitag (li.) und Sigurd Wasmund mit Papieren voller Allgemeinplätze der Achimer Listen. - Foto: Brodt

Achim - Der Achimer Wirtschaftsbeirat, ein ehrenamtlich für das wirtschaftliche Wohl der Stadt arbeitendes Gremium, ist stinksauer, wie sich gestern Karl-Heinz Freitag und Sigurd Wasmund vor der Presse anmerken ließen. Das Gremium hatte allen zur Stadtratswahl kandidierenden Achimer Parteien und Gruppen 20 Fragen als Wahlprüfsteine vorgelegt und um schriftliche Beantwortung gebeten.

Die CDU und die Linke haben bewusst überhaupt nicht geantwortet, und die anderen Parteien beziehungsweise Fraktionen haben äußerst allgemein und nichtsssagend reagiert.

Vorsitzender Karl-Heinz Freitag: „Teilweise wurde sehr viel geschrieben, ohne etwas zu sagen.“

Kostproben: Zur Frage nach den Arbeitsschwerpunkten schreibt die SPD: „Die Hauptaufgabe wird in der Bewältigung der anfallenden Ratsaufgaben bestehen. Anfallende Entscheidungen wird die SPD unter sozial gerechten Aspekten mit größtmöglicher Transparenz für den Bürger zum Wohle und Vorteil für die Stadt trefffen. “

Die FDP will „offene Rahmenbedingungen schaffen, damit viele Menschen in Achim ihre Zukunft finden können. Dazu gehören, von der Stadt erlassene Regelungen in Frage zu stellen, um dem Bürger seine Freiheit zurückzugeben.“

Der Wirtschaftsbeirat hätte sich einen Masterplan für Achim gewünscht, der die Entwicklung der Innenstadt und der Ortsteile konkreter aufzeigt und möglichen Investoren eine Orientierung gibt.

Die Grünen dazu: „Statt Masterplan setzen wir auf politische Führungskultur, denn solche Zeiträume kann niemand überplanen. Gefragt ist Kontinuität und Flexibilität in einem sich ständig korrigierenden politischen Optimierungsprozess, damit die bestmöglichen Bedingungen entstehen. Diese Aufgabe stellt sich immer wieder neu, orientiert sich immer am Bürger und seinen zukünftigen Bedürfnissen. Politik geschieht täglich und ist nie fertig.“

Nur einighe Kostproben von jeder Menge heißer Luft. Die WGA hat sich zum asterplan besser erst gar nicht geäußert.

Wirtschaftsbeirat-Chef Karl-Heinz Freitag zum Auftritt der Parteien: „Absolut sicheres Auftreten bei absoluter Ahnungslosigkeit.“

Die Wirtschaftsberater sind also maßlos enttäuscht, resignieren aber nicht und wollen nicht hinwerfen: „Sigurd Wasmund: „Wir wollen doch, dass es in Achim wirtschaftlich besser wird.“ - mb

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