Corona: Einzelhändler appellieren an Kunden, vor Ort zu kaufen

Uga und Wirtschaftsbeirat freuen sich „wie Bolle“ über Fortschritt in City

Weg mit hässlichen Hinterhöfen, fordert Uga-Ehrenvorsitzender Rudi Knapp schon lange. Foto: mix

Achim – Als „Meilenstein für die Entwicklung der Innenstadt“ bezeichnet Rudi Knapp, Ehrenvorsitzender der Unternehmergemeinschaft Achim (Uga) und Mitglied des Wirtschaftsbeirats, den geplanten Abriss von drei alten Häusern nahe des Bibliotheksplatzes und die Schaffung eines dreigeschossigen Neubaus auf dem 2 500 Quadratmeter großen Areal. Durch die Coronakrise gerate die „super Neuigkeit“ leider ein wenig in den Hintergrund. Der Beirat und die Uga freuten sich „wie Bolle“ über den Pflock, der jetzt endlich eingeschlagen worden sei.

Das Herzstück der Achimer Fußgängerzone, das in den letzten fünf Jahren zu schlagen aufgehört habe, werde wiederbelebt. Das sei dann sicher der Startschuss für eine weitere positive Entwicklung. „Es werden in dem Gebiet zwischen Obern-, Herberg- und Achimer Brückenstraße mit der Neubebauung zeitgemäße größere Einzelhandelsflächen für Magnetunternehmen geschaffen, die für die vielen kleineren Anbieter der Motor sein werden sowie die nötige Frequenz bringen, um das Überleben und die Zukunft zu sichern“, erläutert Knapp.

Ein Erfolg, der dem beharrlichen Einsatz zahlreicher Akteure zu verdanken sei. Der Wirtschaftsbeirat und die Uga beziehungsweise deren Vorläufer, die City-Initiative Achim, hätten in den vergangenen 15 Jahren zusammen mit der Verwaltung und der Politik daran intensiv mitgearbeitet.

Auch die beim jüngsten Pressegespräch gezeigte positive Einstellung von Bürgermeister Rainer Ditzfeld und Investor Marco Bremermann („Achim ist eine geile Stadt“) zur Innenstadtentwicklung machten Mut und Hoffnung, dass es in dieser exponierten Lage nun nach vorne gehe. „Sie wissen, wie wichtig der Einzelhandel für unsere Städte sind“, lobt der frühere Textilkaufmann. Mit deutschlandweit rund drei Millionen Beschäftigten sei die Branche ein „oft unterschätztes Schwergewicht“ unter den Wirtschaftszweigen. „Für alle Kommunen ist er Frequenzbringer Nummer eins“, stellt Knapp fest. „Darüber hinaus bildet der Einzelhandel – zusammen mit Gastronomie, Dienstleistungen, Freizeit- und Kulturangeboten, Wohnnutzung und der öffentlichen Verwaltung – die Basis für Lebensqualität, Multifunktionalität und Attraktivität unserer Städte und Gemeinden und somit auch bei uns in Achim.“

Mit Sorge schauten die Verantwortlichen allerdings auf die Pandemie-Situation mit den Absagen von geplanten Großveranstaltungen (siehe Bericht oben) sowie der Schließung von Geschäften des Einzelhandels bis zum 19. April. Das werde „noch nicht absehbare Folgen“ haben, sagt Knapp.

Die betroffenen Achimer Einzelhändler richten seinen Angaben zufolge einen Appell an ihre Kunden: „Wenn Ihr die nächsten Wochen viel zu Hause bleibt, kauft nicht online eine Klamotte, Bücher, Schuhe und andere Dinge! Wartet bis unsere regionalen Geschäfte wieder öffnen und helft denen danach durch Eure Einkäufe, diese Krise zu bewältigen.“

Vor dem Hintergrund der geplanten Umgestaltung der Innenstadt, resümiert Rudi Knapp, hätten aber alle Beteiligten die Hoffnung auf eine bessere Zukunft.  mm

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