„Es wird nicht alles so bleiben, wie es ist“

Nils Reineke als neuer Leiter der Grundschule Uesen in Amt eingeführt

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Die Dritt- und Viertklässler begrüßten den „neuen Käpt'n“ an Bord der Grundschule Uesen mit einem schwungvollen Lied. 

Achim - Das Gute wolle er an der Grundschule Uesen bewahren. „Aber es wird nicht alles so bleiben, wie es ist“, kündigte Nils Reineke an. Der 36-Jährige wurde gestern als neuer Schulleiter in sein Amt eingeführt.

Bei der Feierstunde in der Aula lieferte Reineke, der in seiner Freizeit gerne auf die Jagd geht, Anklänge zu seinem Hobby. Und das nicht nur in Form der auf den Tischen platzierten Abwurfstangen von Dam- und Rotwild. Wie Hirsche ihr Geweih abstreiften, um Platz für nachwachsendes Gehörn zu schaffen, so sei auch in der Schule beständiger Wandel vonnöten, sagte der frisch gebackene Rektor.

Gesellschaftliche Veränderungen und technischer Fortschritt führten zu neuen Anforderungen. Eine moderne Grundschule müsse Räume für neue Unterrichtsmedien, aber auch zum Zurückziehen und zum Toben bieten. „Dass Schule nicht nur Lernort, sondern Lebensort ist, ist mir wichtig“, betonte Reineke, der zehn Jahre lang als Pädagoge und zudem als Vorsitzender des Personalrats an der Kooperativen Gesamtschule (KGS) Tarmstedt tätig war. „Aber ich bin ja ausgebildeter Grundschullehrer.“

„Gut aufgelegte, motiviert, charismatisch“

Jörg Rokitta, Dezernent bei der Landesschulbehörde in Lüneburg, ist von der getroffenen Personalentscheidung überzeugt. Er habe vor einigen Monaten an der KGS Tarmstedt einen „gut aufgelegten, motivierten, charismatischen Nils Reineke kennengelernt“, berichtete der Vorgesetzte des neuen Rektors, der einziger Bewerber für diesen Posten war und in der Runde der Grundschulleiterinnen in Achim nun „Hahn im Korb“ ist.

Rokitta dankte Konrektorin Corinna Kuhr für die Leitung der Schule während der halbjährigen Vakanz in der Spitzenposition nach dem Weggang von Rektorin Meike Wernwag im Sommer. „Sie haben das beeindruckend gemacht“, lobte der Dezernent. Er dankte auch Lehrerin Gesine Schulz, die in dieser Zeit den Personaleinsatz gesteuert habe.

Kuhr wiederum dankte dem Kollegium und den bei der Feierstunde versammelten Leiterinnen der übrigen Achimer Grundschulen sowie Rokitta für die „großartige Unterstützung“. Sie freue sich darauf, mit Reineke die Schule „weiterzuentwickeln“.

Grußworte gab es vom stellvertretenden Achimer Bürgermeister Reiner Aucamp, der an den geplanten Erweiterungsbau für die Ganztagsschule in Uesen erinnerte, und von Pastor Ulrich Wilke von der evangelischen Kirchengemeinde St. Laurentius. Einem Bibelspruch folgend, wünschte er Reineke für seine neue Aufgabe „Fingerspitzengefühl und Herzcourage“.

Kinder begrüßen den „neuen Käpt'n“

Auch Ina Jurisch und Nina Englisch-Peterschewski vom Personalrat der Grundschule Uesen hießen den neuen Chef herzlich willkommen. Letztere, Plattdeutsch-Beauftragte im Lehrkörper, entzückte dabei mit ihrem Vortrag in dieser Sprache.

Auf viel Anklang in der Feierstunde, der unter anderem auch Elternvertreter und die Leiter fast aller weiterführenden Schulen im Stadtgebiet beiwohnten, stießen nicht zuletzt die Vorträge der Kinder. So begrüßten die Dritt- und Viertklässler den „neuen Käpt'n“ an Bord der Grundschule Uesen mit einem schwungvollen Lied, das sie mit Musiklehrerin Karin Brunkhoff, die die jungen Sängerinnen und Sänger am Klavier begleitete, und ihrem Fachkollegen Richard Meyer eingeübt hatten.

Schülerinnen und Schüler aus der 4a begeisterten das Publikum mit einem originellen Sketch rund um „Reineke Fuchs“. „Und der“, wussten die kecken Kinder, „ist ja sehr schlau.“

 mm

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