„Wir wollen mit dieser Aktion unseren Beitrag leisten“

Impfmarathon in der Achimer Moschee

Nadine Büssenschütt (re.) bekam von Dr. Fadi Schukfeh (li.) beim Impfmarathon in der Achimer Moschee ihre erste Dosis Biontech-Pfizer.
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Nadine Büssenschütt (re.) bekam von Dr. Fadi Schukfeh (li.) beim Impfmarathon in der Achimer Moschee ihre erste Dosis Biontech-Pfizer.

Achim – Der Impfmarathon in den Räumen der Moschee des Kulturvereins Achimer Muslime (Kamu) an der Hasseler Straße erwies sich für Ilhami Yoldas tatsächlich als sportliche Herausforderung.

Von Bernd Hägermann

Der Leiter dieser Gesundheitsaktion, bei der nach Aufhebung der Priorisierung 100 zuvor angemeldete Menschen vom Achimer Mediziner Dr. Fadi Schukfeh der Impfstoff von Biontech-Pfizer verabreicht wurde, schien am Sonnabendvormittag allgegenwärtig und bewegte sich nur im Eiltempo zwischen den Stationen. Es galt, Fragen zu beantworten und Abläufe zu erklären.

Ilhami Yoldas hatte zu Beginn des dreistündigen Impfens den Schrittzähler seines Smartphones aktiviert: „10000 Schritte werde ich locker schaffen.“ Yoldas war mit seinem Engagement nicht alleine. Verantwortlich und ehrenamtlich arbeiteten für den reibungslosen Ablauf des Impfens neben Dr. Schukfeh auch fünf Mitglieder der muslimischen Gemeinde Achim, die hauptberuflich als Arzthelferinnen tätig sind.

„Wir wollen“, sagte Ilhami Yoldas, „mit dieser Impfaktion unseren Beitrag leisten für das Wohlergehen von Menschen. Unabhängig ihres Glaubens. Und wir wollen zeigen, dass wir uns als Teil dieser Gesellschaft verstehen.“ Die Impftermine waren schnell vergeben: „Das hat keine 90 Minuten gedauert.“

Einen der Impftermine hatte Nadine Büssenschütt erhalten. Die 29-jährige hatte sich schon zuvor bei ihrem Hausarzt und in einem Impfzentrum registrieren lassen. Die schnellere Zusage von den Organisatoren des Impfmarathons empfand sie als Glücksfall. Büssenschütt ist Friseurin und damit häufig nahe am Menschen. „Ich wäre beim Impfstoff nicht wählerisch gewesen, aber bevorzuge schon den von Biontech Pfizer. Dass ich ihn hier erhalte, ist umso besser.“

Schon am Samstag wurden die Termine für die zweite Impfung in rund sechs Wochen vergeben. Wesentlich länger müssen die Mitglieder des Kulturvereins Achimer Muslime auf die offizielle Einweihung ihrer Moschee warten. Die Grundsteinlegung war bereits 2015. Jetzt sind alle baulichen Arbeiten abgeschlossen: „Wir hoffen auf 2022“, so Yoldas und versprach für die Zeit nach Corona „ein großes Fest“.

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